Das ungeliebte Phantom: Der DSL-Power-User

Asozial?

Zum anderen hält die Filesharing-Bremse auch Kunden fern, die man gerne hätte. Nämlich die Kunden, die Filesharing nur selten oder gar nicht nutzen, trotzdem aber eine Flatrate haben wollen. Offenbar ist es diesen Kunden wichtig, Filesharing in vollem Umfang nutzen zu können, wenn sie den wollten sollten. Gute Beispiele sind Strato und Tiscali mit ihren gedrosselten Flatrates: Trotz absoluter Kampfpreise können beide den großen Providern kaum merklich Kunden abjagen.

So begeben sich die Provider in eine Zwickmühle, denn eigentlich wollen sie die Power-User nicht. In den Flatrate-Bedinungen darf aber nichts stehen, was potenzielle Kunden abschrecken könnte. Was gleichzeitig aber wiederum Power-User anlockt, denn die wollen keine Portbeschränkungen oder Ärger bei "exzessiver Nutzung". So bleiben für die Provider nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Power-User von vornherein auszuschließen und damit auch viele andere potenzielle Kunden, oder die Power-User einfach zu akzeptieren.

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Wer sich also jeden Monat dutzende Filme runterlädt, macht sich nicht nur unter Umständen strafbar, sondern auch bei seinem Provider unbeliebt und braucht sich nicht zu wundern, wenn er irgendwann rausfliegt. Er muss sich ebenso im Klaren darüber sein, dass die von ihm genutzte Leistung von anderen Kunden querfinanziert wird. Es müssen also andere für das eigene Filesharing bezahlen.

Genauso sollten aber die Provider offener mit dem Thema umgehen. Es ist bekannt, dass die Power-User für die Provider ein Problem sind, was diese aber in hübscher Regelmäßigkeit abstreiten. Deswegen wäre eine klare Regelung wünschenswert, wie die Provider mit den Power-Usern umgehen.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.