Wer Apple für hip hält, sollte die Mac Expo besuchen

Mac Expo Köln: Apple ist die langweiligste Marke der Welt!

Ein fettes iPod-Plakat hängt an der Messehalle in Köln-Deutz. Wow, das ist so cool. Und so hip. Yeah. Ich gehe auf eine Apple-Messe. Bestimmt alles total freaky da. Ich freue mich auf schicke Rechner, atemberaubendes Zubehör, schwule Webdesigner und sinnloses iPod-Zubehör.

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Mac Expo: - Große iPod-Werbung
Große iPod-Werbung

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Bekannt vom Filesharing
  2. 2Shuffles en masse
  3. 3Wo gehts lang?

Drinnen aber schon die erste Enttäuschung: Eine eher popelige, kleine Messehalle. Drei Ticket-Schalter, zwei Türsteher. Die Eintrittskarte musste ich mir vorher ausdrucken. Und sie passt nicht einmal in das Plastikteil, mit dem ich sie mir ans Hemd pinnen kann.

Mac Expo 2005 in Köln


Von der Größe her wirkt die Mac Expo wie die Kanninchenschau einer deutschen Kleinstadt. Nur nicht so putzig. Neben einem Apple-Stand gibt es eigentlich nichts großes zu sehen. Am Stand eines Musikhauses lärmt ein Kerl mit einer Gitarre herum, als er Apple's Garage Band vorführt.

Bekannt vom Filesharing

An anderen Ständen gibt es Software, die aus diversen Tauschbörsen hinlänglich bekannt sein dürfte: Die von Adobe. Und welche von Microsoft. Im Apple-Universum nimmt der Software-Gigant allerdings nur einen kleinen Stand ein: Außer Office und einem PC-Emulator gibt es sowieso keine Software von Microsoft für Mac.

Mac Expo 2005 in Köln


Irgendwo dazwischen laufen Hostessen mit Röckchen aus iPod-Socken herum und drücken mir ein Heftchen mit sinnlosem iPod-Zubehör in die Hand. Das ist offenbar sehr hip auf der Mac Expo: iPod-Zubehör ohne Ende, aber nichts neues oder besonders brauchbares. Der übliche Quatsch eben: Skins für den iPod shuffle, Sachen um den iPod draufzulegen, Kopfhörer en masse.

Den Knaller überhaupt hat aber die Firma Shure im Angebot: In-Ear-Kopfhörer für 500 Euro. Messepreis. Sonst 600. "Die sind ja eigentlich nicht für den iPod gedacht", sagt der nette Shure-Mitarbeiter. Wohl aber doch, sonst hätte man sie wohl kaum dabei. Eins muss man ihnen aber lassen: Sie klingen fantastisch. Ob man dafür mehr Geld ausgeben sollte als für einen ganzen MP3-Player, ist allerdings die Frage.

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