Umweltschmutz statt Umweltschutz

Privacy Watch: Stoppt den Elektronik-Schrott!

Es ist wieder soweit: Zeit für Werbegeschenke! Jedes Unternehmen, das etwas auf sich hält, wirft aus Gründen der Kundenbindung mit dem um sich. Und weil Werbegeschenke möglichst wenige Kosten verursachen sollen, wird meist zu billigen Gimmicks gegriffen. Schluss damit!

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Müllsammlung auf der Messe
  2. 2Ökologische Korrektness
  3. 3Auf Halde produziert
  4. 4Elektronik-Schrott = Sondermüll
  5. 5Ein bisschen mehr Verantwortung!

Wer hasst sie nicht, die Werbegeschenke. Meist aus billigem Plastik, handelt es sich dabei meist um völlig sinnfreie Dinge wie Digitalwecker, Kugelschreiber mit irgendwelchen Spirenzchen wie Hupen oder Alarmleuchten und, ganz besonders beliebt: Der Kalender, natürlich mit Digitalwecker, soviel High-Tech muss sein. So verschieden diese Werbegeschenke sein mögen, eines haben sie gemeinsam: Wirklich niemand braucht sie.

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Müllsammlung auf der Messe

Ein durchschnittlicher Messebesuch endet meist mit einer prall gefüllten Tasche besten, originalverpackten Elektronik-Schrotts. Das Sammelsurium an Weckern landet spätestens zuhause im Müll, originalverpackt, versteht sich. Technisch begabte retten zuvor noch die Batterien. Es sei denn, es handelt sich um einen Wecker mit Solar-Antrieb. Wenig sinnvoll, wenn es morgens im Winter noch dunkel ist, aber immerhin: Irgendwie muss Korea ja am Laufen gehalten werden. Die Kugelschreiber geben ohnehin nach drei Zeilen Text den Geist auf, weil sie bereits seit Jahrzehnten in den Lagern herumvertrocknen.

Überhaupt: Was sind das eigentlich für Menschen, die sich Werbegeschenke ausdenken? Es gibt doch auch sinnvolle Varianten, zum Beispiel "normale" Waren, die einfach mit einem Werbeaufdruck versehen sind. Dinge, die man immer gebrauchen kann: Tassen, Kondome, Feuerzeuge, T-Shirts oder Wasserbälle. Aber nein, immer mehr Werbe-Abteilungen setzen auf das Elektronik-Spielzeug, so sinnlos es auch sein mag.

Ökologische Korrektness

Und dann wird geworfen. Überaus beliebt: Der Taschenrechner. Der kann dann tolle Sachen wie Addition, Subtraktion, mit viel Glück auch höhere Rechenarten wie Multiplikation und Division und wird, natürlich und ökologisch korrekt, mit Solarstrom betrieben. Mooooment - Ökologisch korrekt? Werden diese Dinge nicht auch irgendwo hergestellt, möglicherweise sogar unter Rodung des Regenwaldes und Unterdrückung der einheimischen Bevölkerung?

Natürlich möchte man keinem Unternehmen etwas unterstellen. Die Hersteller des allgegenwärtigen Elektronik-Schrotts jedenfalls verstecken sich hinter den Firmennamen der werbenden Unternehmen und grottig übersetzten Anleitungen. Selten findet man einen Hinweis auf den Hersteller und schnell wird klar: China. Es muss aus China kommen. Aus irgendeiner Hinterhof-Werkstatt. Wenigstens ist dann der Rodungs- und Unterdrückungsfaktor passé.

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