Yahoo-VoIP: Konkurrenz für Skype? (Update)
Update: Telefonieren ins Festnetz und eigene Telefonnummer
Yahoo zieht nun nach und überrascht mit sehr günstigen Minutenpreisen: 1,2 Cent pro Minute kostet ein Gespräch nach Deutschland, Frankreich oder in die USA. Gespräche nach Österreich kosten 1,82 Cent und in die Schweiz 1,45 Cent. Für 2,50 Euro pro Monat bekommen Yahoo-Kunden eine Rufnummer, allerdings nur aus den USA, Frankreich oder Großbritannien. Damit ist Yahoo durch die Bank weg günstiger als Skype.
Der PhoneIn- und PhoneOut-Dienst sind im Yahoo-Messenger auffällig platziert. Das Konto wird über die Yahopo-Homepage aufgeladen. Nervig ist, dass Yahoo bei der Installation des Messengers das komplette System mit weiterer Software verseucht. In Internet Explorer und Firefox werden ungefragt Toolbars installiert; wer nicht aufpasst, bekommt auch noch Yahoo als Startseite und Standard-Suchmaschine eingerichtet. Das nervt und muss nicht sein - hier sollte sich Yahoo etwas rücksichtsvoller zeigen.
Werbe-Brüller
Auch das Programm selbst wirkt eher wie ein reines Werbeprodukt mit einigen Zusatzleistungen. Wer die aufgeräumte Oberfläche von Skype gewohnt ist, wird sich mit der überfüllten und bonbonfarbenen Oberfläche des Yahoo-Messengers erst noch anfreunden müssen. Yahoo-Veteranen dürften das gewohnt sein.
Die deutsche Messenger-Version 7.5 befindet sich noch im Beta-Stadium, wirkt aber recht ausgereift. Das Installationsprogramm kann auf der Yahoo-Homepage heruntergeladen werden; es ist 345 kB groß. Allerdings lädt es während der Installation rund 10 MB Daten nach.
Kein Grund zum Wechseln
Für Skype- und SIP-Nutzer ist der neue Yahoo-Messenger sicher kein Grund umzusteigen. Yahoo-Fans und langjährige Nutzer werden sich aber über die neue Funktion freuen. Aber nur wegen der günstigeren Preise sollte niemand wechseln. Trotzdem könnte Yahoo Skype schnell den Rang ablaufen: Nach eigenen Angaben hat Yahoo allein in Deutschland mehr als 10 Millionen Kunden.
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