Apple versucht neue Vertriebswege
Schnell: Mac OS X für Intel in Tauschbörsen gesichtet
Keine 72 Stunden, nachdem Steve Jobs die frohe Botschaft von Apples Intel-Umstiegs verkündet hatte, tauchten die ersten Kopien des x86er Mac OS X in Tauschbörsen auf. Das Betriebssystem soll angeblich auf jedem handelsüblichen PC laufen und stammt höchstwahrscheinlich von einem der Entwickler-Macs.
Nun ist es also wahr geworden: Nicht nur, dass Mac OS X künftig auf der Intel-Plattform läuft, nein: Offensichtlich gibt es auch aktuelle Mac OS X-Versionen, die mit normalen Intel-Rechnern arbeiten. Das bedeutet: Jeder handelsübliche PC kann mit der Entwickler-Version von Mac OS X betrieben werden. Vorausgesetzt, er hat die passenden Hardware-Komponenten.
Kaum was drin
Das allerdings ist das geringste Problem: Die Intel-Macs, die seit der Entwickler-Konferenz vergangene Woche an die Programmierer ausgeliefert werden, sind offensichtlich normale Intel-Boards mit normalen P4-Prozessoren. Im Grunde also PC-Technologie. Viel ist allerdings nicht drin in den Entwickler-Macs: Board, Prozessor, Festplatte, das war's - entsprechend gering ist die Wahrscheinlichkeit, dass jeder PC mit Mac OS X laufen wird.
Besonders AMD-Nutzer können direkt einpacken. Aufgrund des exklusiven Vertrages mit Intel dürften sämtliche Prozesse auf Intel-Befehlssätze abgepasst sein. Für AMD-Nutzer könnte das bedeuten, dass die Prozessoren wahlweise gedrosselt laufen oder grundsätzlich Probleme machen, zum Beispiel durch unvermittelte Abstürze. Allerdings dürfte sich Apple auch die AMD-Türe offen gehalten haben, falls Intel unverschämt werden sollte.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Mac OS X hier.
