Die Technik hinter VoIP
So funktioniert VoIP: SIP & Co.
Kein Internet-Dienst ohne Protokoll: Dem Browser sein HTTP, dem Server sein FTP, dem Mailer sein POP und SMPT - und auch VoIP folgt mehreren Protokollen, also nicht nur dem IP. Die aktuellen VoIP-Geräte und -Programme setzen dabei auf SIP, was oft stellvertretend für VoIP genannt wird - zumindest abgesehen von Skype, das auf ein eigenes Protokoll setzt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Verhandlungssache
- 2Schlankes Protokoll
- 3Wie eine Mail-Adresse
- 4NAT umgehen
Doch SIP ist nur eines von mehreren Protokollen, die bei VoIP eingesetzt werden. SIP steht für Session Initiation Protokoll, was soviel heißt wie Sitzungs-Einleitungs-Protokoll. SIP sorgt aber nur dafür, dass das Gespräch zu Stande kommt. Mit den eigentlichen Telefondaten hat SIP nichts zu tun.
Verhandlungssache
Denn SIP signalisiert nur das Gespräch. Dann komm das Session Description Protocol (SDP) ins Spiel. Das "Sitzungs-Beschreibungs-Protokoll" handelt dann die Gesprächsmodalitäten aus: Sprachcodec, eventuell Video und Übertragungsprotokoll. Letzteres ist für den wirklichen Datenaustausch verantwortlich.
Die eigentlichen Datenströme, also die kodierte Sprache, werden vom Realtime Transport Protocol (RTP) übertragen. Das "Echtzeit-Übertragungsprotokoll" zerlegt die Sprachdaten in Pakete und verschickt sie über UDP.
Schlankes Protokoll
Das User Datagram Protocol (UDP) erfüllt einen ähnlichen Zweck wie das TCP: Es ist für die Übertragung der Datenpakete zuständig. Zum TCP gibt es einen wichtigen Unterschied: TCP handelt erst eine Verbindung aus und verschickt dann die Datenpakete. Außerdem verlangt es für jedes Paket eine Empfangsbestätigung. Wenn nun ein Paket nicht ankommt, wird es neu angefordert. Dadurch entsteht ein hohes Traffic-Aufkommen, obwohl nicht viele Nutzdaten transportiert werden.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internettelefonie hier.
