Die Evolution selbst bestimmen
Game Critics Awards: Simulation Spore räumt ab
Der große Gewinner der diesjährigen E3 in Los Angeles heißt "Spore". Im Rahmen der Games Critics Awards staubte die Simulation allein vier Auszeichnungen ab. US-Medienvertreter prämierten das Spiel von Will Wright, dem Vater der Sims, in den Kategorien "Bestes Spiel der Show", "Innovativstes Design", "Beste Simulation" und "Bestes PC-Spiel".
Von der Ursuppe ins All
"Spore" bezeichnet sich selbst als Evolutionssimulation. Beginnend mit einer Zelle im Urschlamm, durchlebt der Spieler verschiedene Stadien der Evolution, die jeweils ein unterschiedliches Gameplay kennzeichnen. Am Anfang steht die Entwicklung und Gestaltung eines einzelnen Charakters, später schart der Spieler einen Stamm um sich, baut Städte, betreibt Forschung und entwickelt schließlich eine komplexe Zivilisation. In der letzten Phase des - vermutlich endlosen - Spiels folgt die Invasionen fremder Lebensräume, sogar das All wird zu diesem Zweck unsicher gemacht.
Wright und sein Team appellieren dabei an die Kreativität. Ob ein Wesen zwei Köpfe haben soll, sechs Beine, oder beides, entscheidet der Spieler. In ähnlicher Weise werden später Fahrzeuge oder Gebäude hergestellt. So entstandene Kreationen sollen via Internet in den virtuellen Kosmos anderer Spieler gelangen können. Hübscher Plan: Eine Statistik informiert den jeweiligen Schöpfer über den Werdegang seiner Kreationen. Es soll sich sogar nachvollziehen lassen, ob und wie oft eine Kreatur von anderen Geschöpfen attackiert worden ist, was ohne permanente Internetverbindung jedoch schwer vorstellbar ist.
Erfolg im Stile der Sims?
Schon jetzt kann "Spore" von sich behaupten, eines der ehrgeizigsten Projekte in der Geschichte der Computerspiele zu sein. Ob den Tüftlern von Maxis jedoch ein ähnlicher Erfolg wie mit den Sims gelingt, zeigt sich frühestens 2006.
