Rasante Reaktionszeiten auf Hochglanz
NEC LCD1970GX mit 8 ms im Test: Schneller 19-Zöller für Spielefans
Für Flachbildschirme sprechen viele Vorteile - sie sind augenschonender, verbrauchen weniger Strom und sehen sogar besser aus als klobige Röhrenmonitore. Doch wie die LCDs immer größer und zugleich bezahlbarer werden, muss man sich als Computerbesitzer mit ganz neuen Fragen auseinandersetzen. Die nach der Reaktionszeit ist so eine. Denn schaltet ein Flachbildschirm nicht schnell genug, nützt die beste Grafikkarte nichts - das Bild zieht Schlieren, Enttäuschung macht sich breit.
Inhaltsverzeichnis
- 1LCD1970GX: NECs schnellster auf dem Prüfstand
- 2Schlicht, aber schick
- 3Kabelschacht inklusive
- 4Bildqualität: Was es zu sehen gibt
- 5Kopf-an-Kopf-Rennen mit Sonys "X-Black"
- 6Glanzleistung: Schwarz bleibt Schwarz
- 7Schlierenlos glücklich?
- 8Nichts für Cineasten
- 9Zum Zocken erste Wahl
Das muss nicht sein, dachten sich die TFT-Hersteller, und begannen damit, ihre Flachbildschirme schneller zu machen. Bis vor wenigen Jahren war noch eine Schaltgeschwindigkeit von 25 Millisekunden gang und gäbe. Heute sind schon Modelle auf dem Markt, die schon mit weniger als einem Drittel der Zeit auskommen. Derartige Reaktionsrekorde bleiben jedoch nur einer einzigen Technologie vorbehalten, "TN + Film".
LCD1970GX: NECs schnellster auf dem Prüfstand
Neben Herstellern wie BenQ, Hyundai und Samsung hat auch der japanische Produzent NEC-Mitsubishi ein Wörtchen mitzureden, wenn es um spieletaugliche Flachbildschirme mit acht Millisekunden geht. Der unlängst vorgestellte MultiSync LCD1970GX besticht auf dem Papier mit sehr guten Werten: dazu zählen ein hoher Kontrast von 700:1, eine starke Helligkeit von 400 Candela pro Quadratmeter sowie ein sehr niedriger Energieverbrauch von gerade mal 36 Watt. Ein moderner 19-zölliger Röhrenbildschirm verbraucht trotz kleinerer Bildfläche mehr als doppelt so viel Strom.
Als der NEC 1970GX in unserer Redaktion eintrifft, fällt uns zuerst die ausladende Verpackung ins Auge. Von flach kann hier keine Rede sein. Nach dem Auspacken wissen wir auch, weshalb. Denn er steht auf einer kreisrunden Plattform mit einem Durchmesser von 22 Zentimetern. Das kennen wir in ähnlicher Form von Sonys SDM-HS94P, welcher auf einem noch um vier Zentimeter breiteren Standfuß steht.
Wacklige Ergonomie
An den ergonomischen Verstellmöglichkeiten des 1970GX könnte sich manch anderer Monitorhersteller ein Beispiel nehmen. Seine Aufhängung ist um 11 Zentimeter in der Höhe verstellbar und ermöglich eine Neigung von 30 Grad nach hinten und fünf Grad nach vorn. Sehr praktisch finden wir außerdem, dass der kreisförmige Standfuß drehbar gelagert ist und nach links und rechts einen Spielraum von 170 Grad bietet. Jede Einstellung geht kinderleicht von der Hand.
Hier gibt es allerdings schon den ersten negativen Kritikpunkt zu verzeichnen. Schon leichte Stöße gegen den Schreibtisch bringen die Bildfläche zum Wackeln. Dass NEC das auch besser kann, beweist der 21-Zöller LCD2180UX, welcher auf diese Weise einfach nicht aus der Ruhe zu bringen ist. Dank seiner stabilen Grundlage trauen wir dem 1970GX jedoch zu, dass er selbst bei einem Erdbeben standhaft bleiben würde.
