Apple setzt künftig auf Intel-Technologie

Apple + Intel: Sie habens getan

Die Spekulationen sind wahr geworden: Keine Macs mehr auf IBMs PowerPC-Plattform, stattdessen wird Mac OS X künftig auf Intel-Prozessoren laufen. Und das ohne die alten Plattformen zu vernachlässigen. Die Lösung: Parallelentwicklung, ohne das jemand etwas davon mitbekommen hätte. Auf klassischen PCs läuft es trotzdem nicht.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Momente im Leben...
  2. 2Der Trick mit der Parallel-Entwicklung
  3. 3Innovative Coding-Technologie
  4. 4Rechenleistung und dreiste Täuschung

Als Steve Jobs bei der Keynote auf der Worldwide Developer Conference in San Francisco die Bombe platzen ließ, wurde es erst einmal ruhig im Apple-Land. "Ja, die Gerüchte sind wahr", verkündete Jobs. Und präsentierte Mac OS X, das auf einem Intel-Mac lief. Ab 2006, so Jobs, sollen Macs auf Intel-Basis ausgeliefert werden. Der Architekturwechsel laufe dank einer neuartigen Kompiler-Technik angeblich völlig problemlos.

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Momente im Leben...

Es gibt so Momente im Leben, da fragt man sich, ob das, an was man geglaubt hat, einfach falsch war. Dieser Moment dürfte heute Abend die gesamte Mac-Gemeinde überrumpelt, fast verunsichert haben. Der elitäre Haufen ist verunsichert, denn bisher glaubte man an die Macht, die Macht des PowerPCs. Mit Umstieg auf die Intel-Architektur tritt Apple irgendwem in den Hintern, allerdings ohne so recht zu erklären, wem.

So hat Apple jahrelang propagiert, dass die die PowerPC-Architektur besser sei als die der Pentium-Rechner. Noch Ende der 90er röstete in einem Werbespot ein PowerPC einen Pentium, damals der zweiten Pentium-Linie. Der Macuser glaubte an den PowerPC als die bessere Alternative und wurde von Steve Jobs ordentlich über den Tisch gezogen.

Der Trick mit der Parallel-Entwicklung

Doch die wahre Überraschung lauerte noch: Apple hat es tatsächlich fertig gebracht, in fünf Jahren Mac OS X-Entwicklung die Experimente mit der Intel-Plattform geheim zu halten. Das gesamte Betriebssystem wurde die ganze Zeit über sowohl für PowerPCs, als auch für Intel-Plattformen entwickelt. Und niemand, nicht einmal die allwissenden Hacker und Gerüchte-Freaks, haben davon Wind bekommen. Auch wenn sich hartnäckig die Gerüchte hielten, dass Mac OS X eines Tages für Intel-Rechner erscheinen würde.