Objektiv, aber nicht langweilig
Wie wir MP3-Player testen
Michael Knott
Klar - wenn sich ein MP3-Player auch völlig ohne zusätzliche Software mit Musik füttern lässt gefällt uns das natürlich besser, als wenn die gespeicherte Musik erst über ein Hersteller-Programm den Weg auf den mobilen Begleiter findet. Wie auch immer, gerade in der Vergangenheit war oft genug die Software, auch bei Top-Playern von namhaften Herstellern, der Grund für jede Menge Ärger.
Die Bedienung der Tasten und die Menüführung testen wir im ganz normalen Alltag. Die Drücker müssen einen klaren Druckpunkt aufweisen, dürfen nicht zu schwammig sein, und sich bestenfalls auch mit geschlossenen Augen ertasten lassen. Ist die Anzeige beleuchtet, überprüfen wir zusätzlich die Ablesbarkeit zu unterschiedlichen Tageszeiten, auch bei direkter Sonneneinstrahlung.
Außerdem halten wir das Ergebnis der Kombination MP3-Player und Schlüsselbund zusammen in der Hosentasche gerne in Bildern fest. Die Verarbeitungsqualität beurteilen wir mit dem gesunden Menschenverstand - es sollte nichts klappern oder wackeln, die Abdeckungen von Schnittstellen sollten nicht nach dem ersten Gebrauch spurlos verschwunden sein.
Klasse Klang oder mieses Geschäpper?
Beim Klang macht uns so schnell keiner was vor - der erste Hörtest wird mit den beiligenden Ohrsteckern durchgeführt. So können wir uns auch gleich einen ersten Eindruck über die Qualität der mitgelieferten Kopfhörer machen. Auf die Passform gehen wir nur in Nebensätzen ein - die Anatomie des menschlichen Ohrs ist ja bekanntlich von Mensch zu Mensch verschieden.
Klar ist es schwer etwas so diffuses wie den Klang eines MP3-Players ohne nacktes Zahlenwerk in Form von Grafiken und Kurven, nur mit dem bloßen Wort zu beschreiben. Aber solche Grafiken sind zwar unbestechlich, unserer Meinung nach aber häufig überbewertet. Oder achten Sie beim Kauf eines PKW als erstes auf die Leistungskurve des Motors?
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