Test: Apple iMac G5 20" - Apples Gaming-Maschine

Fazit:

Aber zurück zu den Boxen: Die sind insgesamt ordentlich und strahlen nach unten ab. Je nach Winkel des iMacs zur Tischplatte hat man dadurch den Eindruck, die Boxen wären im oder sogar hinter dem iMac installiert. Am Klang tut sich dabei nichts, die Lautstärke ist völlig in Ordnung, reicht aber nicht für eine Party aus, da müssen dann externe Boxen ran. Außerdem haben die Boxen aufgrund ihrer geringen Größe und des fehlenden Resonanzraums eine gewisse Schwäche im Bass-Bereich, die sich bei MP3-Musik aber kaum hörbar auswirkt.

Insgesamt kann der iMac G5 überzeugen. Das geniale Design tröstet über die im Vergleich zur PC-Welt teilweise schwachen Leistungsdaten hinweg. Dafür ist der Rechner aber überaus leise und funktional, eine eierlegende Wollmilchsau. Die Rechenleistung ist für Mac-Verhältnisse im oberen Drittel angesiedelt, nur die G5-Powermacs sind schneller, alle anderen Rechner aus dem Hause Apple müssen vor dem iMac den Schwanz einkneifen. So gesehen eignet sich der Rechner also auch zum Gamen, selbst ein Hardwarefresser wie Doom 3 rennt problemlos in einer 1024er-Auflösung.

Ein großes Manko ist die fehlende Surround-Unterstützung. Zwar hat der iMac einen digitalen Audioausgang, der allerdings kann nur Stereo. Aber das ist im Zweifelsfall zu verkraften, schließlich sind Macs hauptsächlich als Arbeitspferde konzipiert. Ein weiterer großer Mangel ist die fehlende Erweiterbarkeit: Außer RAM ist intern nicht viel zu machen, zumal Apple die beim ursprünglichen iMac G5 angedachte Wartung durch den User mit der neuen Revision abgestellt hat. Vorher konnten Anwender wenigstens die Festplatte selber wechseln.

Test: Apple iMac G5 20" - Apples Gaming-Maschine
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Stabiler dank All-in-One-Konzept

Gegen die Erweiterbarkeit eines Powermac oder gar PC kann der iMac also nicht antreten, doch das ist eben der Nachteil eines All-in-One-Konzepts. Aber halb so schlimm: Die meisten internen Komponenten lassen sich inzwischen in Form von Firewire- oder USB-Geräten extern nachrüsten. Aber das ist kein Beinbruch: Ein Rechner, bei dem die Hardware nicht geändert werden kann, läuft grundsätzlich wesentlich stabiler, weil die Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind. Deshalb ist die Erweiterung via USB und Firewire wohl die bessere Lösung.

Der iMac lohnt sich also für alle Mac-Interessierten, die einen All-in-One-Computer suchen. Der Bildschirm alleine würde normalerweise schon rund 700 Euro kosten, bei Apple sogar 1000 Euro. So gesehen erhält man einen schnellen Computer mit 20"-TFT-Monitor für 1760 Euro. Der riesige Bildschirm erleichtert die Arbeit mit Photoshop und Co. ungemein. Und wer auf die 20" verzichten möchte, kann 300 Euro sparen und sich das baugleiche Modell mit 17"-TFT für 1470 Euro zulegen. Fazit: Empfehlenswert.

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