Der Apple iMac G5 im Netzwelt-Test
Test: Apple iMac G5 20" - Apples Gaming-Maschine
Komplettsysteme
Auch sämtliche andere Anwendungen gehen locker von der Hand: Der iMac ist der bisher erste Apple-Rechner im Netzwelt-Test, der die verspielte Oberfläche von Mac OS X völlig frei von Rucklern darstellen kann. Sämtliche Effekte funktionieren glatt und das Glücksrad des Todes gibt es auch überaus selten zu sehen. Wäre der Rechner mit den vollen 2 Gigabyte RAM ausgestattet, wäre aber auch das kein Problem mehr, erscheint das Glücksrad doch meist, wenn Mac OS X Speicherinhalte auf die Festplatte auslagert.
Wenig RAM
Mit den 512 Megabyte, die der Rechner ab Werk mitbringt, lässt sich aber bereits flüssig arbeiten. Die 256 Megabyte in der Vorgänger-Revision hingegen waren für einen sinnvollen Arbeitsfluss kaum zu gebrauchen. Allerdings stossen auch 512 Megabyte schnell an ihre Grenzen, wenn mit vielen Programmen oder vielen großen Dateien hantiert wird. So macht die Bearbeitung der Urlaubs-Videos mit iMovie oder die gepflegte Bildbearbeitung in Photoshop erst ab einem Gigabyte Arbeitsspeicher wirklich Spaß. Der RAM lässt sich aber problemlos erweitern, eine Speicherbank ist unbelegt.
Ihren Teil dazu, dass das Gesamtsystem trotz der mauen RAM-Ausstattung recht performant wirkt, trägt die Festplatte bei: Bei dem 250 Gigabyte großen Laufwerk im Testgerät handelt es sich um eine Caviar von Western Digital. Die hängt am Serial-ATA-Bus und läuft mit flotten 7.200 Umdrehungen. 8 Megabyte Cache sind bei Platten dieser Größe zwar verbreitet, bei weitem aber kein Standard.
Flotte Platte
So ist es auch kein Wunder, dass sich der iMac G5 in Diziplinen, wo viel auf die Festplatte zugegriffen wird, recht souverän zeigt: Bis zu 70 Megabyte pro Sekunde jagt der iMac G5 laut xBench problemlos über den Serial-ATA-Bus. Zudem hat auch der Systembus keine Engpässe. Zwar drosselt Apple den G5-Prozessor im iMac G5 über den Systembus, der nämlich ist im gleich starken kleinsten Powermac G5 wesentlich breiter. Statt 900 MHz läuft er beim iMac nur mit 667 Megahertz, ein Umstand, der den iMac G5 im Direktvergleich mit einem Powermac Single recht ärmlich dastehen lässt.
Doch wie schaut das alles in der Praxis aus? Die Killer-Applikation, iChat mit mehreren Videochat-Partnern, schafft der iMac problemlos, allerdings wird es ab vier Teilnehmern ein wenig eng mit der Rechenleistung, zumal der Prozessor den hochauflösenden, aber auch hochkomprimierten H.264-Code von Apple auflösen muss. An dieser Stelle kommt das alte Apple-Problem zum tragen: Die Hardware-Entwicklung hängt der Software-Entwicklung um ein, zwei Jahre hinterher und es gibt selten den passenden Rechner für Apples Über-Applikationen.
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