Filter-Fummeleien
Erklärt: So funktionieren DirectShow-Filter
Burkhard Müller
Welches Schweinderl hättens denn gern?
Im Laufe der Zeit sammeln sich immer mehr DS-Filter im System und man benötigt einen Überblick, welche Filter überhaupt installiert sind. Manche Player wie Zoom Player zeigen die registrierten DS-Filter an oder man nimmt ein Tool wie GraphEdit, das im Folgenden noch eine wichtige Rolle spielen wird. GraphEdit gehört zum DirectX SDK.
Anzeige der registrierten DS-Filter mit GraphEdit
Hier sieht man den Speicherort des Filters auf der Festplatte sowie einen seltsamen Wert: den Merit. Der Merit eines Filters bestimmt, welchen Filter Windows tatsächlich verwendet. Je höher der Merit eines Filters ist, desto wahrscheinlicher wird er verwendet. Sind also verschiedene Filter für den gleichen Zweck registriert - wie zum Beispiel die erwähnten MPEG4-Decoder - entscheidet der Merit darüber, welcher Filter tatsächlich verwendet wird. Merits sind im DirectX-SDK definiert:
Definition einiger Merits
Zwischen diesen Werten können viele andere liegen: Existieren nur diese Merits und definiert man den Merit eines Filters zu 0x800001, so wird dieser zum bevorzugten Filter. Die Anzeige und das Ändern der Merits ist leider etwas umständlich. Außer mit GraphEdit kann auch der Zoom Player Merits anzeigen und ändern:
Ändern von Merits beim Zoom Player
An dieser Stelle im Zoom Player kann man auch Filter deregistrieren, das sollte man aber eigentlich nicht machen, weil sie dann wirklich nicht mehr zur Verfügung stehen. Um also einen bestimmten MPEG4-Decoder zu verwenden, muss man seinen Merit hoch setzen und sich vergewissern, dass die Merits aller anderen registrierten MPEG4-Decoder kleiner sind.
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