Filter-Fummeleien
Erklärt: So funktionieren DirectShow-Filter
Das DirectShow-System von Windows ist für das Abspielen von Video und Audio zuständig. Medienströme gelangen von der Festplatte, aus dem Netzwerk oder von DVD in ein Filtersystem, das die Mediendaten verarbeitet und sie schließlich am Bildschirm anzeigt. Nahezu alle Movie-Player verwenden diesen etwas undurchsichtigen Mechanismus, wobei aber so einiges schief gehen kann.
Inhaltsverzeichnis
- 1DirectShow installieren
- 2So funktioniert DirectShow
- 3DS-Filter installieren
- 4DirectShow-Filter aktivieren und einstellen
- 5Filter kombinieren und Graphen bauen
- 6Mehr zu Video- und Audio-Codecs und -Filtern
DirectShow ist für die meisten Anwender ein Sack Flöhe: Filme haben kein Bild oder keinen Ton oder beides, obwohl anscheinend alles richtig installiert ist. Schuld ist fast immer DirectShow (DS), das auf so manchem Windows-Rechner durcheinander geraten ist. Doch Rettung naht: Dieser Artikel erklärt das DS-System und zeigt, wo man den Hebel bei Bild- und Tonproblemen ansetzt. Folgende Fragen werden geklärt:
| Folgende Fragen werden geklärt | |
|---|---|
| 1 | Was sind DirectShow-Filter? |
| 2 | Wie werden DirectShow-Filter registriert? |
| 3 | Wie bestimmt man, welcher Filter verwendet wird? |
| 4 | Wie wird ein spezieller Decoder zum Abspielen gewählt? |
| 5 | Was macht GraphEdit? |
DirectShow installieren
DirectShow gehört zum kostenlosen DirectX und wird mit diesem installiert. Zusätzlich zur aktuellen DirectX Runtime 9b ist die Installation des ebenfalls kostenlosen DirectX-SDK empfehlenswert - es enthält viele Informationen unter anderem zu DS und vor allem eine recht umfangreiche Online-Hilfe, allerdings nur auf englisch.
So funktioniert DirectShow
Das DS-System besteht aus Filtern, die miteinander verkettet einen so genannten Filtergraphen ergeben. Filter sind in Kategorien eingeteilt: Es gibt welche um Medienströme zu lesen, welche zum Demuxen (Demultiplexer), zum Dekomprimieren (Decoder) und schließlich zum Anzeigen (Rendern). Am Ende der Kette können Bild oder Ton auch auf die Festplatte geschrieben werden - dafür ist der File Writer zuständig. Somit lässt sich jedes Video auf diese Art demuxen, vorausgesetzt die notwendigen Filter sind installiert. Früher, als es noch wenig Tools gab, war das tatsächlich manchmal der einzige Weg zum Demuxen eines Videos.
So sieht eine einfache Filterkette aus
Das Bild zeigt einen einfachen Filtergraphen: Links gelangt das Video in den Splitter, der Bild und Ton trennt (demuxt). Das Bild wird an den AVI-Decompressor geschickt - zum Beispiel den ffdshow-Decoder - und wird schließlich vom Video Renderer angezeigt. Der Ton wird ohne weitere Manipulation von Windows wiedergegeben (Default DirectSound Device). Dazwischen können sich jedoch viele weitere Filter befinden.
AVI-Decompressoren sind zum Beispiel die MPEG4-Decoder DivX, XviD, ffdshow oder 3ivx, diese sind ebenfalls DS-Filter. Etwas später wird gezeigt, wie man mit einem Software-Player wie dem Media Player Classic einen dieser Filter zum Abspielen auswählt.
Solche Video-Decoder können das Bild zur Laufzeit manipulieren: Sie hellen das Bild zum Beispiel auf, verändern die Farben oder führen ein De-Interlacing durch. Am meisten Möglichkeiten bietet der ffdshow: Er kann das Bild auf vielfältige Weise manipulieren, Untertitel laden usw. Ähnlich ist es beim Ton: Bei AC3-Ton können zum Beispiel die Surround-Effekte oder die Sprachanteile verstärkt oder vermindert werden und so weiter. Alle diese Effekte kann man sofort sehen bzw. hören. DS-Decoder verändern also Bild und Ton nachträglich während des Abspielens ohne das eigentliche Video zu verändern.

Codecs für Audio und Video werden immer gebraucht. Doch welche sind Pflicht, auf was kann der Nutzer verzichten und welche behindern sich sogar gegenseitig bei der Arbeit? Aus diesem Grund gibt es Codec Packs, mit denen über einen einzigen Download alle notwendigen Tools an Bord geholt werden können. Ein gutes Beispiel dafür ist das XP Codec Pack.
Die Suchmaschine The Filter ist überarbeitet worden und startet im Mai den öffentlichen Beta-Test. Anmeldungen sind schon möglich. The Filter soll nicht einfach nur Ergebnisse liefern, sondern anhand persönlicher Vorlieben Sachen finden, die wirklich gesucht werden.
Adobe Flash ist der Quasi-Standard für Multimedia im Netz. Die aktuelle Version bringt 3D-Support, neue Möglichkeiten für Text-Layout und ein Toolkit für Filter und Effekte. Bei netzwelt können Sie Ihre Version im Gratis-Download aktualisieren.
Der in Microsofts Internet Explorer 8 integrierte Smartscree-Filter hat bislang den Download einer Milliarde Schadprogramme verhindert. Bedrohung der Nutzer durch Schadsoftware im Internet steigt dem Unternehmen zufolge stetig. Microsoft empfiehlt daher Nutzern älterer Versionen den Umstieg. 




