Schnellster MPEG4-Encoder

How To: MPEG4-Filme mit Nero Recode 2 komprimieren

Nero Recode 2 konvertiert nicht-kopiergeschützte DVDs in MPEG4-Filme, die in sehr guter Qualität auf eine einzige CD passen. Der Encoder ist leicht bedienbar und vor allem rasend schnell. Dieser Workshop zeigt, wie einfach sich MPEG4-Filme mit Nero Recode 2 erzeugen lassen.

How To: MPEG4-Filme mit Nero Recode 2 komprimieren

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Inhaltsverzeichnis
  2. 2Ziel der Software
  3. 3Richtiges MPEG4
  4. 4Grundeinstellungen festlegen
  5. 5Video-Tutorial

Inhaltsverzeichnis

Ziel der Software

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Nero Recode hat nur ein Ziel: einen Film mit möglichst geringem Speicherbedarf abzuspeichern. Dabei bleibt die DVD weiterhin auf jedem DVD-Spieler abspielbar. Eine Konvertierung in das Hausformat von Nero wäre die zweite Variante, dabei entsteht eine MPEG4-Datei mit optimalem Qualität-Speicherbedarf-Verhältnis.

Richtiges MPEG4

Eigentlich ist Nero Recode ein Compressed Domain Transcoder, also ein "Eindampfprogramm" um eine DVD-9 auf eine DVD-5 zu kopieren. Dabei können Extras sowie Ton- und Untertitelspuren entfernt werden - der Rest wird so weit eingedampft, dass er auf eine 4,3-Gigabyte-DVD passt. Mit dem MPEG4-Encoder entsteht daraus in ähnlichen Arbeitsschritten keine DVD, sondern eine CD oder besser gesagt eine kleine Filmdatei im MPEG4-Format - dem so genannten Nero Digital Format. Die Filme sind dabei in einer MP4-Datei (Endung *.mp4) verpackt, die ähnlich wie AVI, OGM oder MKV ein Container-Format ist, also ein Behälter für die Bildspur, mehrere Ton- und Untertitelspuren sowie Kapitelinformationen. MP4-Container sind standardisiert, aber weitgehend unbekannt, weil es bisher kaum Tools dafür gibt. Auf DVD-Playern läuft dieses Format zwar bisher nicht, für die Zukunft bestehen aber gute Aussichten. Am Ende des Artikels wird ein einfacher Weg gezeigt, um Nero-Digital-Filme dennoch auf den meisten DVD-Playern abzuspielen.

Grundeinstellungen festlegen

Nach dem Start von Recode 2 sollte man sich zunächst die Recode-Profile ansehen und eventuell anpassen. Die Recode-Profile legen einige Einstellungen zur Qualität des Bildes sowie zur Auswahl von Ton- und Untertitelspuren fest, die von Recode verwendet werden. So kann man sich etwa eigene Profile zur Herstellung von DVDs oder CDs anlegen. Über "Mehr" >> "Profile..." wird das bestehende Profil geändert oder ein neues angelegt:

Einstellen der Qualität für Hauptfilm und Menüs

Das Video-Register legt die Qualität des Hauptfilms und der Extras fest. Die Voreinstellung "Beste Qualität für den Hauptfilm" spendiert mehr Bitrate für den Hauptfilm als für die Extras, führt so zu mehr Qualität und dürfte meistens die bevorzugte Einstellung sein.

Video-Tutorial


Das Audioregister enthält die normalerweise gewünschte Sprache für die Tonspur. "Hinzufügen" stellt weitere Sprachen zur Verfügung, die später wählbar sind:

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Auswahl von Sprache und Tonformat

Als Tonformat ist Dolby Digital voreingestellt, da die meisten DVDs Dolby-Digital-Spuren (AC3-Spuren) enthalten. Alle anderen Tonformate kommen seltener vor. Das Register "Untertitel" stellt die Sprache für die Untertitelspuren ein.

Außer den Profilen beeinflusst die Konfiguration von Recode 2 einige Grundeinstellungen, die über "Mehr" und "Einrichten" geändert werden. Im Register "DVD" gibt der Bereich "DVD importieren" an, ob zusätzliche Daten auf die Ziel-DVD kopiert werden sollen, die nicht zum Film oder zu den Extras gehören, zum Beispiel zusätzliche Dateien:

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Grundsätzliche Angaben zur Ziel-DVD

Beschränkungen ausstellen

Die Prohibited User Options (P-UOPs) schränken Anwender beim Gebrauch der Original-DVD ein: Zum Beispiel lassen sich Zwangsuntertitel nicht ausblenden, die Sprache ist nicht umschaltbar solange der Film läuft, oder man muss sich endlose Trailer ansehen, die sich nicht überspringen lassen. Diese Zwangsmaßnahmen können beim Kopieren von der Ziel-DVD entfernt werden. Ebenso kann der Sprung beim Layer-Wechsel korrigiert werden - eine kleine Störung, die auftritt, wenn die zweite Schicht einer DVD-9 beginnt.

Das Register "Nero Digital" stellt für MPEG4-Filme, die in 1-Pass kodiert werden, ein, wann Recode einen zweiten Durchlauf vorgeschlagen soll:

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Was tun, wenn ein 1-Pass-Encoding zu schlecht ist?

Als Kriterium für den zweiten Durchlauf wird die Quantisierung betrachtet. Ist sie im ersten Durchlauf schlecht, erkennbar an der Differenz zwischen durchschnittlichem und maximalem Quantisierungsfaktor, bringt ein zweiter Durchlauf mehr Bildqualität (mehr zur Quantisierung im Kapitel "MPEG-Grundlagen"). Für beste Qualität ist ein zweiter Durchlauf eigentlich immer notwendig.


Recode 2 zeigt den Ausgangsfilm mit Ton in einem Vorschaufenster an. Das Register "Vorschaufenster" legt das Tonformat fest: 2-Kanal-Stereo ist die richtige Einstellung, falls nur zwei Lautsprecher vorhanden sind. Recode führt damit einen "Downmix" des 6-Kanal-Tons durch, wodurch der Stereo-Ton entsteht. Surround-Kanäle, Center und Subwoofer werden dabei nach bestimmten Gewichtungen in die Stereokanäle gemischt. Bei Mehrkanal-Ton ist ein Receiver und ein entsprechendes Boxenset nötig, bei SPDIF muss der PC zusätzlich über ein optisches Kabel an den Receiver angeschlossen sein.

Ausgangsmaterial vorbereiten

Die Herstellung eines Nero-Digital-Films beginnt mit dem Menüpunkt "Kopiere DVD in das Nero Digital Format". Die beiden anderen Optionen kopieren DVDs bzw. stellen eigene DVDs aus Title Sets verschiedener DVDs zusammen.

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Neros MPEG4-Format heißt "Nero Digital"

Zuerst müssen die verschiedenen Bestandteile des Original-Films geladen werden, die im endgültigen Film vorhanden sein sollen. In der Regel ist das das Title Set des Hauptfilms. Es wird mit "Titel importieren" geladen:

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Hinzufügen des Title Sets des Hauptfilms

Recode 2 orientiert sich dabei an den IFO-Dateien der Title Sets, die im Film-Verzeichnis vorhanden sein müssen. Title Sets für Menüs, Hauptfilm und Extras findet Recode 2 automatisch.

Über "Titel hinzufügen" wird das Tile Set übernommen, dann schließt man den Dialog mit "Fertig". Recode 2 analysiert nun den Film und zeigt eine Vorschau an:

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Recode 2 analysiert den Film

Nach ein paar Minuten ist die Analyse abgeschlossen. In diesem Beispiel wird ein Film mit einer Tonspur und einer Untertitelspur konvertiert. Der "Inhalt" sieht so aus:

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Dieses Title Set wird konvertiert


Auch Schneiden ist möglich

Sehr schön gelöst ist das Ausschneiden einer kurzen Filmsequenz. Das Schneidefenster, das man über "Start/Ende" erreicht, besteht aus zwei Vorschaufenstern für den ersten und den letzten Frame eines Ausschnitts. Mit den Schaltflächen werden die Keyframes für den Start- und den Endpunkt festgelegt:

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Festlegen des Start-Frames für einen Ausschnitt

Das Title Set lässt sich über eine Vorschau ansehen. Daneben befinden sich die Auswahlregister für die gewünschten Ton- und Untertitelspuren.

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Ohne das Multichannel-PlugIn ist nur Stereoton möglich

Als Tonformat kann Recode 2 in dieser Demoversion nur Stereoton encoden, für 6-Kanalton muss das Multichannel-PlugIn zusätzlich erworben werden (18 Euro). Die Vollversion enthält dieses PlugIn. Am Ende des Artikels wird ein Workaround gezeigt, der aber mit etwas Arbeit verbunden ist.

Ist das Multichannel-PlugIn installiert, lässt sich bei den Audio-Eigenschaften 6-Kanalton einstellen:

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Für Surround-Sound ist das Multichannel-PlugIn nötig

Leider kann Recode 2 nur jeweils eine Ton- und eine Untertitelspur in den MP4-Container aufnehmen. Die Untertitel können noch dazu nur von Nero Showtime angezeigt werden - dem eigenen DVD- und MPEG4-Player, der zum Nero-Paket gehört.

Weitere Bildeinstellungen

Über die Video-Schaltfläche lassen sich wichtige Eigenschaften der Bildspur wie De-Interlacing, Croppen sowie die Auflösung einstellen. Recode 2 macht das alles automatisch richtig, sodass man nicht von Hand eingreifen muss. Es erkennt, ob der Film interlaced ist, schneidet die schwarzen Ränder richtig weg (crop) und stellt die Auflösung so ein, dass ein möglichst gutes Ergebnis entsteht. Im Normalfall sollte man diese Einstellungen Recode 2 überlassen.

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Auf Wunsch kann man Filme auch von Hand croppen

Die Auflösung berechnet Recode 2 automatisch aus der Filmlänge sowie der Größe des endgültigen Films, die man als CD, DVD oder nach eigenem Gutdünken zwischen 32 und 10 000 Megabyte angibt:

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Die Größe des Films wird festgelegt


Es fällt auf, dass Recode 2 keine Möglichkeit zur Angabe der Bitrate bietet. Um einen Film mit einer genau definierten Bitrate herzustellen - zum Beispiel für Vergleichszwecke - muss man daher etwas probieren. Der integrierte Bitratenrechner ist aber sehr genau und trifft die Zielgröße auf etwa 1 Megabyte.

Voreingestellte Profile

Recode 2 orientiert sich an Profilen, die auch andere Encoder wie DivX verwenden. Für den heimischen PC und für DVD-Player ist das Home Theatre Profil gedacht, das Auflösungen bis maximal 720 x 576 Pixel unterstützt. Andere Profile gelten für Handhelds, Notebooks oder HD-TV:

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Das Home-Theatre-Profil ist für PCs und DVD-Player ausgelegt

Damit sind die Vorarbeiten abgeschlossen. Mit "Weiter" gelangt man zu den "Brennoptionen". Recode 2 brennt nämlich das Ergebnis gleich auf CD oder DVD oder schreibt die Daten auf die Festplatte, wie in diesem Beispiel.

Experteneinstellungen

Bei den Brennoptionen wird das Zielverzeichnis für den fertigen Film eingetragen. Recode benötigt erfreulich wenig Festplattenplatz und speichert offenbar kaum zwischen. Bevor man jetzt gleich brennt, sollte man sich die "Nero Digital Optionen" ansehen. Per Voreinstellung wird hier die Encoding-Methode eingestellt: 1-Pass oder 2-Pass. 1-Pass ist schneller, dafür ist die Qualität fast immer schlechter. Ausnahme: Wenn man MPEG2-Filme herstellt und mit sehr hoher Bitrate encodiert (ab ca. 4.000 kbs), wird auch ein 1-Pass-Encodung "ganz gut". Bei MPEG4-Filmen ist ein 2-Pass-Encoding immer besser.

Durch Ankreuzen des Kästchens "Expert Mode" gelangt man in die Experten-Einstellungen. Hier wird der Encoder konfiguriert. An dieser Stelle schweigt das (sonst sehr gute) Handbuch und schlägt vor, die meisten Einstellungen möglichst nicht zu ändern. Recode verwendet hier einige Begriffe, die nicht erklärt sind, deshalb versuche ich hier eine Erklärung.

Die Codec-Thread-Priority ist einfach zu verstehen: Je höher sie ist, desto mehr Rechenzeit bekommt der Encoder und desto weniger kann man mit dem Rechner während des Encodens arbeiten. Wie jeder Encoder greift sich auch Recode 2 sofort die gesamte Prozessorzeit, durch Heruntersetzen der Priority wird es aber möglich, mit dem Rechner nebenbei noch andere Dinge zu machen.

Die Encoding-Methode sollte immer auf 2-Pass stehen.

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Two Pass bringt die beste Qualität

"Min quant" und "Max quant" sind Vorgabewerte für die Quantisierungsfaktoren: Sie werden in diesem Bereich gewählt. Je höher diese Werte sind, desto schlechter wird das Bild aber desto besser wird es komprimiert.

"Quality/Speed" bringt "Best Quality" das beste Bild, ist aber auch am langsamsten. Generell gilt: Je höher die Bildqualität, desto langsamer das Encoding. Außer dieser Einstellung sollte man hier wirklich nichts ändern.

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Die Einstellungen zur Bildqualität

Diese Begriffe sind recht kryptisch. Die Motion Search sucht nach sich bewegenden Blöcken innerhalb eines Frames, aber auch in aufeinanderfolgenden Frames. Diese Blöcke werden nur einmal gespeichert und fortan wird ein so genannter Bewegungsvektor (Motion Vector, MV) statt des Blocks verwendet - das spart Platz. Die Anzahl Frames für die Bewegungssuche gibt "Maximum MV Range an". Dieses Suchen dauert ziemlich lange, ist aber recht effizient. B-VOPs sind B-Frames, die hier höher quantisiert werden können. Dadurch werden sie kleiner, aber das Bild wird schlechter. Die psychovisuelle Qualität versucht Anteile des Bildes wegzulassen, die das menschliche Auge nicht so gut wahrnehmen kann. ME (Motion Estimation?) und NC sind mir unbekannt.

Unter "Advanced" gibt es zwei Einstellungen, die ich immer ändern würde:

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MPEG-Quantisierung und B-Frames laufen auch auf DVD-Playern

Statt der H263-Quantisierungsmatrix bringt die MPEG-Matrix ein (schon sichtbar) schärferes Bild. Die Quantisierungsmatrix sollte für die Kompatibilität mit DVD-Playern keine Rolle spielen. Als zweite Einstellung kann man Bidirektionale VOPs also B-Frames zulassen - das sollte auch jeder DVD-Player können. Spatial Prediction und Predicted VOP (P-Frames) gehören zum Simple Profile, das jeder DVD-Player unterstützt. Global Motion Compensation (GMC) und Quarter Pixel (Qpel) gehören zu den MPEG4-Tools, die nur teilweise oder gar nicht von DVD-Playern unterstützt werden.

Keyframe Interval

Das Keyframe Interval liegt zwischen fünf und 300 und braucht nicht geändert zu werden. Mehr Keyframes führen zu einem besseren Bild, kosten aber auch mehr Platz. Der Encoder setzt immer dann Keyframes, wenn sich das Bild stark ändert, zum Beispiel bei einem Szenenwechsel - dann beginnt das Intervall erneut. Ändert sich das Bild nur wenig, wird im gesamten Intervall von 300 Frames (300/25=12 Sekunden) kein Keyframe gesetzt, dann besteht die Bildfolge nur aus B- und P-Frames. Nach Ablauf des Intervalls muss der Encoder ein Keyframe setzen.

Unter "Matrices" können eigene Quantisierungsmatrizen eingetragen werden. Die meisten Encoder bieten diese Möglichkeit gar nicht erst. Eine Ausnahme ist der XviD-Codec, für den es eine Reihe Q-Matrizen für Intra- und Inter-Frames für spezielle Filmtypen gibt - zum Beispiel eine Matrix für Action-Filme.

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Eine Quantisierungsmatrix für P- und B-Frames


Wer jetzt nichts verstanden hat, sollte sich das Buch kaufen, oder sich anderweitig über MPEG-Kompression informieren.

Das Drehen an den MPEG-Parametern führt zu leicht unterschiedlichen Bildern, nicht immer zu besseren. An dieser Stelle möchte ich es mal bei folgender Binsenweisheit belassen: Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Von groben "Klötzchen" oder sonstigen Störungen brauchen wir hier nicht zu reden - die kommen so gut wie nicht vor. Und: Ein Erhöhen der Bitrate verhindert die meisten Artefakte - auch wenn die Filme dadurch größer werden.

Mit "Brennen" startet die Komprimierung, die sehr schnell verläuft. Bei einem 90-minütigem 16:9-Film auf einem Athlon 2000 dauert der erste Durchgang ca. 40 Minuten, der zweite etwa 60. In weniger als zwei Stunden ist also der komplette Film komprimiert. DivX und XviD benötigen dafür etwa drei Stunden (Standardeinstellungen ohne spezielle Filter), Windows Media sogar 10! Die Qualität ist kaum von DivX- oder XviD-Filmen zu unterscheiden, manchmal subjektiv sogar besser.

Nero Digital und DVD-Player

Die Frage, die die Welt bewegt, ist: Laufen Nero-Digital-Filme auf MPEG4-DVD-Playern? Die Antwort ist: Ja, wenn man einige Einschränkungen in Kauf nimmt. Zunächst zum Groben: MP4-Container laufen nicht auf DVD-Playern. Zunächst muss also der MP4-Container aufgelöst werden. Da gibt es nicht viele Möglichkeiten. Mp4UI ist ein Tool zum Muxen und Demuxen von MPEG4-Containern. Über das Kontextmenü werden die einzelnen Spuren demuxt:

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Ein MP4-Container in mp4UI

Die Bildspur ist nichts weiter als ein MPEG4-Strom, den auch DivX oder XviD liefert, und läuft auf DVD-Playern, wenn man die jeweiligen Restriktionen beachtet: Kein GMC und kein Qpel (je nach Chip), sondern nur das Simple Profile benutzen. Mit der Voreinstellung in Nero Digital erzeugte Filme laufen jedenfalls auf dem Yamakawa DVD-365divx mit Firmware 252N. Auf dem PC laufen sie nicht nur mit Nero Showtime sondern mit jedem DirectShow-Player, zum Beispiel mit Zoom Player oder Media Player Classic.

Die Tonspur ist allerdings nicht zu gebrauchen. Es handelt sich um AAC-Spuren, die auf DVD-Playern nicht laufen (und vielleicht nie laufen werden, weil AAC lizenziert werden muss), auf PCs ist ein spezieller DirectShow-Filter nötig. AAC gilt derzeit als das fortschrittlichste Tonformat, weil es bereits bei Bitraten um 256 kbs vergleichbare Tonqualität zu AC3 mit 448 kbs bringen soll. Der Speicherbedarf ist also nur etwa halb so groß.

Statt der AAC-Spur zieht man die gewünschte AC3-Spur aus dem Original und konvertiert sie in was auch immer (zum Beispiel mit Besweet nach MP3), natürlich kann man auch die AC3-Spur(en) mit dem Bild muxen. Das sollte auf jedem Player laufen.

Hoffnungsvoller Ansatz

Nero Digital ist der schnellste MPEG4-Encoder, den ich bis jetzt gesehen habe. Die Bildqualität ist sehr hoch, das Interface sehr intuitiv. Der MP4-Container ist zurzeit noch wenig brauchbar, weil es kaum Tools gibt (Schneiden geht mit Recode 2 gar nicht!). Schmerzhaft ist auch, dass nur eine Ton- und eine Untertitelspur möglich sind. Die Untertitelspur ist zudem in einem ungewöhnlichen Format, das nur Nero Showtime abspielen kann. Filter, wie sie zum Beispiel Avisynth bietet, fehlen. Das alles findet sich vielleicht schon im nächsten Update.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu DVD Ripper hier.

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Beiträgeinsgesamt 3 Beiträge

sehr gutes tutorial, kann man alles super verstehen und man kommt gut mit

korrektur die zertifizierten Player findet man auf Nerodigital.com ;-)

Ab dem standard profil, werden in Nero Recode 2 untertitel spuren und 2 audio spuren unterstützt, das sieht der mp4 container übrigens standardgemäß vor. in der letzten version von Nero 7, ist es zudem auch...

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