Fernsehen im Netz
Tutorial: Digitales TV im LAN verteilen
Digitales Fernsehen am PC liefert bekanntlich sehr gute Bilder, manchmal sogar Dolby-Digital-Ton. Doch wer sitzt schon gerne beim Fernsehen vor seinem PC? Viel besser ist es doch, das TV-Signal über ein herkömmliches Fest- oder Funknetzwerk überall in der Wohnung zu verteilen, zum Beispiel an ein Notebook im Wohnzimmer, das das Signal auf dem TV-Gerät ausgibt. Dieser Artikel zeigt eine kostenlose Lösung, die auf ProgDVB basiert.

Inhaltsverzeichnis
- 1Voraussetzungen
- 2Benötigte Hardware
- 3Benötigte Software
- 4Netzwerk-Setup
- 5Fall 1: 1 Client
- 6Fall 2: Server als Router
- 7DHCP
- 8Fall 4: Große Netzwerke
- 9ProgDVB als Server und Client
- 10Streaming-Protokoll verwenden
Voraussetzungen
Um ein digitales TV-Signal über ein Ethernet-Netzwerk zu transportieren, ist zunächst ein installiertes Netzwerk Voraussetzung. Es kann segmentiert und geswitcht sein - das spielt keine Rolle. Theoretisch kann es sogar ziemlich groß werden, mehrere hundert Clients sollten kein Problem darstellen. Theoretisch. Mangels hunderter Clients konnte ich das nicht testen, aber vom Prinzip her sollte es gehen. Wem nicht ganz klar ist, wie Router, Switch(es) und TV-Server im Netzwerk verteilt werden, für den gibt es am Anfang dieses Artikels einen kleinen Netzwerk-Guide, der die verschiedenen Möglichkeiten erklärt.
Benötigte Hardware
Als Hardware wird eine Skystar1-kompatible DVB-Karte erwartet, zum Bespiel eine Nexus- oder Technotrend-Karte für Satellit oder Kabel. Da ProgDVB auch Budget-Karten wie Skystar2-Karten oder die Nova unterstützt, sollte es auch mit diesen Karten funktionieren. Da ich aber nur eine Technotrend-Karte habe, konnte ich das nicht ausprobieren. Für eine Funkstrecke ist ein Access-Point und eine PC-Card für ein Notebook erforderlich.
Benötigte Software
ProgDVB läuft auf allen Windows-Versionen als Client und Server. Verwendet wird hier die Version 4.12.9, neuere Versionen sollte aber keine Probleme bereiten. Als Client kommt außer ProgDVB auch ein DirectShow-Player in Frage, wie zum Beispiel der kostenlose Media Player Classic, der ebenfalls auf allen Windows-Versionen läuft (für Windows 98/SE/ME gibt es eine spezielle Version).
Netzwerk-Setup
Bekanntlich führen viele Wege nach Rom - ein Netzwerk kann man so oder auch ganz anders zusammen bauen. Hier geht es um Ethernet und nur um ein einziges (kleines) Netzwerk - das reicht für die meisten Fälle. Hier ein paar Begriffe, die im Folgenden verwendet werden:
- Server: Rechner mit der DVB-Karte (Broadcast-Server)
- Client: Rechner OHNE DVB-Karte aber vernetzt (Broadcast-Client)
- Router: Rechner mit zwei (oder mehr) Netzwerkkarten und eventuell mit DVB-Karte
Je nach dem, was bereits vorhanden ist, gibt es verschiedene Setups, und die sehen so aus:
Fall 1: 1 Client
Der einfachste Fall ist der: Man hat einen Server und einen Client. Dann sieht das Netzwerk-Setup so aus:

Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.
