Im Test: Verspiegelter Sony HI-MD-Player MZ-RH10

Starke Seite der Minidisc: Guter Klang, nahe am Original

Denn immer dann wenn sich "unbekannte" Formate wie WMA-Dateien in den Listen verstecken, bricht die Software ohne jeden Warnhinweis die Übertragung ab. Bei MP3-Dateien kommt es trotz USB-2.0-Verbindung zu ewig langen Wartezeiten. MP3-Dateien können mit einer maximalen Kompressionsrate von 320 Kbit/s, auch mit variabler Bitrate übertragen werden.

Ist die Musik aber schließlich auf der Minidisc angekommen, stellt der MZ-RH10 diese übersichtlich im grün leuchtenden Display dar. Ein Druck auf die Taste "Search" lässt die Bibliothek nach Punkten wie Titel, Gruppe, Interpret oder Album durchforsten, und in allen nur erdenklichen Reihenfolgen abspielen.

Werbung

Der Klang den der Player über die mitgelieferten Kopfhörer ans Ohr bringt ist wirklich angenehm. Bereits eine Kompressionsrate von 64 Kbit/s im ATRAC-Format ist für die kleinen Ohrstecker völlig ausreichend. Bei geschlossenen Studiokopfhörern dürfen es dann aber auch gerne 256 Kbit/s sein.

Sony MZ-RH10

Hier spielt das Minidisc-Format im Allgemeinen, und der MZ-RH10 im Besonderen, seine klanglichen Qualitäten in den Vordergrund. Die Bässe sind nicht übertrieben, aber dennoch angenehm druckvoll, und die Höhen klar und sauber differenziert. Zwar kann der Nutzer bloß zwischen vier voreingestellten Equalizer-Presets wählen. Dafür lässt sich jeder einzelne individuell über fünf Bänder feinjustieren. Am Klang des Players gibt es daher wirklich nichts zu meckern.

Macht man dann noch vom beiliegenden, optischen Line-In-Kabel Gebrauch, und zeichnet eine CD direkt über Line-In auf, hören selbst geschulte Ohren keinen Klangunterschied mehr.