How To: Filmanalyse, Codec-Einmaleins und Player-Guide

Was muss ein guter Software-Player können?

MPEG1 kann Windows bereits abspielen, für MPEG2 ist ein eigener Decoder zu installieren, zum Beispiel der Elecard-MPEG2-Decoder. DVD-Software-Player wie PowerDVD oder WinDVD installieren ebenfalls MPEG2-Decoder in Form von DS-Filtern.

Wenn es trotz des vermeintlich richtigen Decoders zu Abspielproblemen kommt, zum Beispiel wenn der Film ruckelt, greift man zu einem anderen Decoder wie etwa dem ffdshow oder einem anderen MPEG4-Decoder. Bei XviD ist zu beachten, dass solche Filme in einigen Fällen nur mit dem XviD-Decoder sauber abgespielt werden, bei allen anderen MPEG4-Decodern ruckelt das Bild. Der Decoder kann in einigen Software-Playern gewählt werden, nämlich bei denen, die Zugriff auf das DS-System erlauben, und darum geht es im nächsten Abschnitt.

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Ob ein bestimmtes Filmformat abgespielt werden kann, ist nicht so sehr Sache des Players sondern viel mehr der installierten Codecs bzw. Filter. Player, die keine Auswahl der DS-Filter erlauben, entfallen, das schränkt die Auswahl auf Zoom Player oder Media Player Classic (MPC) ein. Vor allem beim MPC können die DS-Filter bequem ausgewählt werden und es funktioniert auch meistens (siehe Artikel "Filter-Fummeleien"). Zudem ist er gratis, der Zoom Player kostet zumindest in der Pro-Variante Geld und bringt nicht einmal MPEG2-Filter für DVD mit, sondern diese müssen separat erworben werden. Trotzdem gehört der Zoom Player auf jede Festplatte.

Als dritter MPEG4-Player kommt BSPlayer in betracht, der seit der letzten Version an Funktionen zugelegt hat. Der Windows Media Player (WMP) ist eigentlich nur ein dummer Player, der nicht viel kann, trotzdem kann er manchmal nützlich sein, wenn andere Player versagen. Eine Besonderheit am WMP ist der automatische Codec-Download, der aber nur bei Windows Media funktioniert, dann aber gut. In Windows XP ist Version 8 enthalten, Version 9 kann man kostenlos nachrüsten. Der alte WMP 6.4 ist auch noch bei XP dabei (Start/Ausführen/mplayer2). Auch PowerDVD und WinDVD können inzwischen MPEG4 decodieren, als gute MPEG4-Player kann man sie aber nicht bezeichnen, dazu fehlen einfach zu viele Funktionen. Sie sind auf DVDs spezialisiert und da sind sie auch gut.

Zoom bzw. Skalierung sind weitere wichtige Eigenschaften von Software-Playern, Zoom Player und MPC machen das sehr gut. Zudem können sie zwischen mehreren Tonspuren umschalten, Untertitel zusammen mit DirectVobsub darstellen und Kapitel anzeigen - alles dank DirectShow.

Welchen Player man letztlich benutzt, hängt auch vom Einsatz ab. Zoom Player lässt sich zum Beispiel über die Tastatur steuern, das ist für eine Fernbedienung wichtig. Player für Streaming sind die WMP oder VideoLAN. VideoLAN ist eine Besonderheit unter den Playern. Er bringt seine eigenen Decoder mit und ist somit nicht auf DirectShow angewiesen, deshalb gehört er auch auf jede Festplatte.

Ein weiterer wichtiger Player ist der Core Media Player, der oft als bester Player gepriesen wird. Der ist jetzt hier etwas zu kurz gekommen. Schließlich kann man sich noch mit Quicktime rumschlagen oder einem der zahllosen anderen Player.

Zum Abschluss noch ein Trick, mit dem man Bilder von jedem Film machen kann, egal in welchem Format er vorliegt, egal welcher Player gerade benutzt wird: Man schaltet einfach die Hardware-Beschleunigung der Grafikkarte aus: Dazu den Dialog "Eigenschaften von Anzeige" öffnen, "Einstellungen/Erweitert" wählen und im Register "Problembehandlung" die Hardware-Beschleunigung auf "Keine" stellen und schon funktioniert die Druck-Taste sowie Alt-Druck. Die "tollen" Snapshot-Funktionen so mancher Player braucht man also gar nicht, zumal die oft nicht richtig funktionieren.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Codecs & Filter hier.

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