How To: Filmanalyse, Codec-Einmaleins und Player-Guide

How To: Filmanalyse, Codec-Einmaleins und Player-Guide

Vbr kann bei einigen DVD-Playern zu Schwierigkeiten führen, deswegen muss man das wissen. Cbr kann jeder DVD-Player abspielen. Software-Player haben mit beiden Formaten keine Probleme.

Die Sampling-Frequenz kann ebenfalls bei DVD-Playern wichtig werden. Für MPEG4-Filme liegt sie bei 48 000 Hz, kann aber bei modernen Playern in weiten Bereichen gewählt werden. Wird die Sampling Frequenz zu niedrig, kann der Player Probleme bekommen. Audio-Aussetzer oder -Ruckler sind dann die Folge. Mit 48 000 Hz ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Tonspuren von SVCDs sind entsprechend dem Standard mit 44 100 Hz kodiert - bei Konvertierungen nach MPEG4 oder DVD muss die Sampling Frequenz daher korrigiert werden, sonst kann es Probleme geben.

Weitere Tonformate sind Ogg Vorbis und AC3. Beide Formate lassen sich in AVI-Container muxen. GSpot zeigt sie zuverlässig an. Für Ogg installiert man den Ogg DS-Filter und für AC3 den AC3-Filter. Beides sind Freeware DirectShow-Filter, die mit jedem DirectShow-Player funktionieren, also zum Beispiel mit Zoom Player oder Media Player Classic.

Unter "Stream Type..." zeigt GSpot weitere Informationen an:

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AVI-Typ und Interleave-Werte
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OpenDML AVI ist eine Erweiterung des AVI-Formats, damit AVI-Container größer als 2 GByte werden können. Das kann dann wichtig werden, wenn man so große Dateien auf DVD dem DVD-Player gibt. Dabei handelt man sich aber eine Reihe weiterer Probleme ein: Solche DVDs müssen im UDF-Format gebrannt werden (ab 2 GByte) und nicht im ISO-Modus, der immer noch der "Standard" ist. Viele DVD-Player kommen mit UDF nicht zurecht. Das muss man also vor dem Kauf ausprobieren oder wissen.

I/L steht für Interleave und bedeutet, dass sich Ton- und Bildspur(en) in Intervallen abwechseln. Das steht ja schon im Namen AVI: Audio Video Interleave. Das Bildintervall ist hier "zufällig" ein Einzelbild und 40 ms lang, danach folgt ein Tonintervall, dass ebenfalls 40 ms lang ist. In einer Sekunde werden also 25 Bilder angezeigt - das ist exakt der PAL-Wert für die Bildwiederholfrequenz. IMRR bedeutet Interleaved Media Rate Ratio und gibt die Anzahl Sekunden der Tonspur geteilt durch die Anzahl Sekunden der Bildspur in einem Intervall an, ist also hier 1.

Bei DVD-Playern ist der Interleave normalerweise unproblematisch außer bei AC3-Spuren, hier haben sich je nach Bitrate Erfahrungswerte gebildet:

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Empfohlene Interleave-Werte bei AC3-Spuren

Klickt man auf "Render" zeigt GSpot die DirectShow-Filter, mit denen der Film abgespielt wird:

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Die DirectShow-Filterkette (Ausschnitt)

Das ist die Filterkette, die auch GraphEdit anzeigt. Mehr dazu im Artikel Filter-Fummeleien. Hier werden auch Formate angezeigt, die GSpot sonst nicht auswertet, zum Beispiel MPEG1/2 oder WMV. Wichtig ist die Meldung "Rendering successful.", sonst fehlt ein Filter und der Film kann nicht vollständig oder gar nicht abgespielt werden.

Zu den Bild- und Tonspuren gehört jeweils die Meldung "x Codecs installed". Das ist wichtig und bedeutet, dass GSpot einen oder mehrere Codecs zum Abspielen gefunden hat.