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How To: Filmanalyse, Codec-Einmaleins und Player-Guide
Burkhard Müller
Hier werden aber nicht alle Codecs angezeigt. Manche, wie der Nero-MPEG4-Codec (Nero Digital) fehlen hier - er kann nur über Nero Recode eingestellt und gesteuert werden. Falls also der Verdacht besteht, dass ein bestimmter Codec fehlt, sieht man hier nach, ob er installiert ist. Wie man feststellt, ob überhaupt ein bestimmter Codec fehlt, wird später in diesem Artikel geklärt. Was man hier noch erkennen kann, ist die Versionsnummer eines Codecs - sie kann in bestimmten Fällen wichtig sein:
Hier kann man die Versionsnummer eines Codecs feststellenNicht alles, was in der obigen Liste aufgeführt ist, ist auch ein Codec - der FFDShow ist zum Beispiel nur ein Decoder - er kann also nicht komprimieren. Außer den MPEG4-Codecs finden sich dort auch MPEG2-, DV- Huffyuv und andere Codecs.
Eine ähnliche Liste existiert für Audio-Codecs. Als Besonderheit verfügen sie über ein Prioritätensystem, das festgelegt, welcher Audio-Codec verwendet werden soll - je höher die Priorität eines Codecs ist, desto wahrscheinlicher wird er verwendet:
Audio-Codecs verfügen über eine Priorität
Diese Einstellungen braucht man fast nie zu ändern, man sollte aber wissen, dass es sie gibt. Viele Programme verwenden diese Audio-Codecs überhaupt nicht, sondern bringen ihre eigenen mit. Wenn BeSweet zum Beispiel AC3-Tonspuren nach MP3 konvertiert, verwendet es ein eigenes Kompressionsprogramm - Lame - und lässt den oben gezeigten Fraunhofer-Codec links liegen. Er wird aber zum Beispiel vom Windows Media Player für MP3-Konvertierungen benötigt.
DirectShow
Viele Codecs sind als so genannte DirectShow-Filter ausgelegt. DirectShow (DS) ist eine Windows-Komponente, die zu DirectX gehört, und steuert die Wiedergabe von Audio und Video. Das Ganze ist ein bisschen kompliziert und im Artikel Filter-Fummeleien erklärt. Das muss man nicht alles wissen. Wichtig ist: DS-Filter sind wichtig und werden von Software-Playern, die meistens DS benutzen, zum Abspielen verwendet. Der Zugriff eines Players auf diese Filter kann bei den "guten" Playern kontrolliert werden - man kann also selber bestimmen, welche Filter der Player zum Abspielen verwenden soll. Das ist ein wichtiges Kriterium für Software-Player, das viele aber nicht erfüllen. Dazu später mehr.
Codec-Packs - Teufel oder Beelzebub?
Wenns finster und stumm bleibt, kann man mit einem Codec-Pack Licht in die Sache bringen. Codec-Packs sind Sammlungen von Codecs, die man einfach "drüberinstalliert" und das Beste hofft. Manchmal klappt es. Diese Methode ist wirklich nur zu empfehlen, wenn man gar nicht mehr weiter weiß. Codec-Packs erzeugen nämlich unter Umständen mehr Probleme als sie lösen. Viele enthalten Codecs, die zu einander inkompatibel sind, Demo-Versionen oder einfach nur Schund, der nie richtig funktionieren wird. Zudem ist das Problem der Raubkopien nicht zu unterschätzen: Gar mancher Codec-Pack-Bastler stattet sein Pack mit Codecs aus, die man eigentlich kaufen muss, um es attraktiver zu machen. Das alles muss nicht sein. Der beste Weg ist immer der, nur die Codecs zu installieren, die man wirklich braucht. Dazu muss man natürlich wissen, welche überhaupt gebraucht werden. Das steht im nächsten Abschnitt.
Filmanalyse
Das Buch enthält ein ausführliches Kapitel über die Analyse von MPEG4-Filmen. Deswegen hier nur eine Zusammenfassung und ein paar ergänzende Informationen.
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Freeware-Download: GOM Player
Version 2.1.6: Neu im Software-Archiv von netzwelt
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