Leise Athlon-64-Kühler im Test: Silentmaxx CoolFlow Pro vs. Verax Quattro

Abgekupfert

Man muss nur eins und eins zusammenzählen, um höhere Lüfterdrehzahlen mit höherem Geräuschpegel in Verbindung zu bringen. So dreht der Silentmaxx CoolFlow Pro Vario bei unserer Messung lediglich mit seiner Minimaldrehzahl von etwa 1.600 Umdrehungen pro Minute, während der Verax Quattro A bei voller Belastung auf 2.800 Touren beschleunigt. Im Leerlauf waren es immer noch 2.400. Hier lohnt es sich, einen Blick ins BIOS zu riskieren. Denn neueren Mainboards gelingt die temperaturabhängige Regelung der Lüfterdrehzahl in der Regel besser.

Im unteren Drehzahlbereich, in einem geschlossenen Gehäuse untergebracht, arbeiten beide Kühler nahezu lautlos. Selbst wenn es etwas schneller zugeht, geht der kleine Mainboard-Lüfter noch um ein Vielfaches lauter zu Werke. Nähert sich die Drehzahl des Verax Quattro A hingegen dem Maximum, so scheint die geräuschoptimierte Bauform nicht mehr zu greifen - denn dann verhalten sich die beiden Lüfter nicht mehr leiser als gewöhnliche.

Kupfer zählt in der Chemie zwar noch nicht zu den Edelmetallen, doch beim Bau von Prozessorkühlern gilt es gegenüber Aluminium als das hochwertigere Material, da es die Wärme besser ableiten kann. Die Auflagefläche zur CPU sowie die jeweils sechs Heatpipes bestehen sowohl bei Verax, als auch bei Silentmaxx aus Kupfer. Leider sind erstere in keinem Fall sauber poliert und wirken eher rauh als wirklich glatt.

CPU-Temperatur
Silentmaxx CoolFlow Pro Vario
Verax Quattro A
Last
44 °C
45 °C
Normalbetrieb
40 °C
41 °C
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Beim CoolFlow Pro besteht der gesamte Kühlkörper aus Kupfer, beim Verax Quattro setzt man im oberen Teil hingegen auf Aluminium-Lamellen. So kommt auch das um 200 Gramm niedrigere Gewicht zustande. Als leicht kann jedoch keiner der beiden Kontrahenten bezeichnet werden.

Knapp am Doppelsieg vorbei

Es fällt schwer, sich für einen klaren Testsieger zu entscheiden: der Silentmaxx CoolFlow Pro Vario wirkt hochwertiger und besser verarbeitet, der Verax Quattro A kühlt das Mainboard gleich mit und ist deutlich leichter. In Sachen Kühlleistung schließen beide so nahe zueinander auf, dass die Verwendung des Begriffs "Vorsprung" einfach deplatziert wäre. Da beide CPU-Kühler mit besonders leisen, gummientkoppelten Lüftern ausgestattet sind, beschränkt sich die Geräuschentwicklung auf ein Minimum.

Nach intensivem Grübeln küren wir den Silentmaxx CoolFlow Pro Vario zum Testsieger. Dass der Verax Quattro A nicht direkt neben ihm auf dem Treppchen steht, liegt an der etwas höheren Lautstärke, welche auf die Verwendung zweier Lüfter zurückzuführen ist. Nicht zuletzt spricht auch der leichtere Einbau für den optisch ansprechenderen CoolFlow Pro. Wer den hohen Preis von 70 Euro nicht scheut, kann in beiden Fällen bedenkenlos zugreifen.

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