Weiterempfehlen   Leserbrief
05.06.2005
Druckversion
powered by

Videos schrumpfen

Know How: MPEG-Grundlagen

Burkhard Müller

Beziehen sich P- und B-Frames nur auf Frames innerhalb der gleichen GOP, liegt eine geschlossene GOP vor, sonst eine offene.

Reihenfolge der Frames

Da B-Frames von zukünftigen P-Frames abhängen, muss ein Encoder erst das P-Frame kennen, bevor er die vorhergehenden B-Frames encoden kann. Dies führt zu einer Umsortierung der B- und P-Frames im Encoder. Die folgende Abbildung zeigt diesen Sachverhalt:



Bild verkleinernBild vergrößern

Änderung der Frame-Reihenfolge durch den Encoder.

Der Encoder-Ausgang erzeugt die coded Frames in der gezeigten Reihenfolge. Der Decoder liest diesen Strom und stellt ihn in der ursprünglichen Reihenfolge (wie im Encoder-Eingang) dar.

Die MPEG2-GOP-Strukturen, die Reihenfolge der Frames sowie jeder einzelne Frame (nicht gezeigt) lassen sich mit dem Tool Moonlight MPEG Stream Explorer sichtbar machen:



Bild verkleinernBild vergrößern

Analyse der GOP-Struktur mit dem MPEG-Stream Explorer

Die Stream Order entspricht dem Encoder-Input, die Decoder Order dem Encoder Output. DivX-Strukturen lassen sich mit dem EKG aus dem DivX-Paket anzeigen, allerdings nur nach dem ersten Pass, also während des Encodings und nicht nachträglich.

Um die Reihenfolge der Frames zu ändern, werden diese im Encoder für kurze Zeit im so genannten VBV-Buffer (Video Buffering Verifier) gespeichert und dann in der vertauschten Reihenfolge an den Decoder gegeben, der sie wiederum für die Rückberechnung der Reihenfolge in seinem VBV-Buffer zwischenspeichert. Der Wert für den VBV-Buffer wird im Encoder festgelegt, ist im MPEG-Stream enthalten und beträgt zum Beispiel für SVCDs 224 KByte. Der VBV-Buffer kann somit auch im Encoder verkleinert werden. Kann der VBV-Buffer den Datenstrom nicht mehr aufnehmen, kommt es zu einem Buffer-Overflow und Ruckeln bzw. Bild- und Tonstörungen sind die Folge. VBV-Buffer gibt es für DivX erst seit Version 5.0x.

Wann ein Frame beim Decoder ankommt und wann er auf dem Bildschirm ausgegeben werden soll, ist exakt für jeden Frame innerhalb des MPEG-Stroms durch Zeitstempel festgelegt. Der Presentation Time Stamp (PTS) legt fest, wann der Frame beim Decoder ankommen soll und der Display Time Stamp (DTS) bestimmt, wann der Frame angezeigt werden soll. Der DTS muss immer größer als der PTS sein, weil der Decoder die Frames erst verarbeiten muss, bevor er sie anzeigen kann. Andernfalls kann es zu Bildstörungen kommen.

Farbräume

Das verwendete Farbmodell bzw. der Farbraum haben großen Einfluss auf die Qualität der Darstellung und die Geschwindigkeit der Berechnung von Bildern. Zudem kann ein Signal durch Manipulation der Farbkomponenten komprimiert werden.

Das RGB-Modell

Bilder werden am PC üblicherweise in RGB dargestellt. Jeder Bildpunkt besteht dabei aus Punkten für die Grundfarben Rot, Grün und Blau. Die Auflösung beträgt heute meistens (abhängig von der Grafikkarte) 8 Bit pro Farbanteil, die Intensität einer Grundfarbe kann damit in 256 Schritten von 0 bis 255 angegeben werden. RGB(0,0,0) entspricht schwarz, RGB(255,255,255) weiß. Das RGB-Tripel belegt zusammen 24 Bit, damit lassen sich 16 777 216 unterschiedliche Farbwerte darstellen. Das ist mehr als das menschliche Auge unterscheiden kann, deswegen spricht man hier von True Color.

Druckversion | Links zum Thema | Kommentare

« zurück 5 | 6 | 7 | 8 | 9 weiter »




Mehr über: Software, Videosoftware, Hintergrundwissen, MPEG


Creative Commons LicenseKnow How: MPEG-Grundlagen von netzwelt.de steht unter einer Creative Commons-Lizenz. Sie dürfen die Texte für nicht-kommerzielle Zwecke nutzen, bei Angabe und Verlinkung der Quelle "netzwelt.de".

Klicken Sie hier für weitere Informationen

Kurzfilme

Kurzfilme

Jede Woche neu! Die interessantesten, kostenlosen Videos im Internet.

DVB-T - Überall-Fernsehen

Über die Zimmerantenne alle Programme empfangen? Das bleibt wohl vorerst ein Wunschtraum. Was wo möglich ist, erfahren Sie im DVB-T-Special auf netzwelt.

Filme aus dem Netz

Kurzfilme

Auf YouTube und Co. werden täglich hunderte Millionen Videos angeschaut. Wo finde ich die meisten Clips? Kann schnell eigene Videos veröffentlichen? Und was taugen Video on Demand Dienste?

Videosoftware-Anleitungen

Für Sie ist DivX etwas zum Essen und AVI ein Rockstar? Wunderbar! Hier finden Sie Begriffserklärung und Hilfe zu Codecs, Formate und Software.

Filesharing

Kurzfilme

BitTorrent, Kazaa, eMule! Die Krise der Medienindustrie hat verschiedene Namen.

Heimkino

DVD, Popcorn, Beamer, Leinwand! Fertig ist das perfekte Heimkino-Vergnügen.

akuma.de - Unser Musikdienst

Dramaking von Franky Kubrick Meine Grössten Erfolge von Wolfgang Petry Wahnsinn - Die Hits Von'79 Bis'95 von Bap Mein Geheimnis&Interview Bonus Track von Götz Alsmann Come Away With Me von Norah Jones A Collection Of Roxette Hits! Their 20 Greatest Songs! von Roxette
akuma.de - Das digitale Kaufhaus für Musik

Service-Angebote der netzwelt

Werbung


nach oben
Aktuell
IFA 2008: Neues aus der Welt der Beamer
Kurzfilm: Google, die Allmächtigen
HD-Camcorder im Test: Canon HV30
Video on Demand
Video-on-Demand-FAQ
Apple iTunes
Amazon unbox
Videodienste im Vergleich
Internetfernsehen
So umgehen Sie Ländersperren
Hulu in Deutschland empfangen
Alternativen zu PPLive
Bundesliga kostenlos übers Internet
DVB, YouTube und andere Specials
DVB-T Senderempfangsliste
YouTube und Co im Test
Videosoftware-Anleitungen
YouTube Downloader

Dicke DSL-Leitungen haben den Videos im Netz zum Durchbruch verholfen. YouTube und Co. erreichen zig Millionen Nutzer im Monat und regen zu einer neuen Mitmach-Video-Gesellschaft an. Deshalb haben Themen wie YouTube Download, Video on Demand, Internetfernsehen, IPTV und Co einen festen Platz auf netzwelt.

RSS Feed abonnieren Nie mehr ein Update dieser Seite verpassen?
Hier klicken, um netzwelt.de zu abonnieren!

Copyright © 2008 by netzwelt.de - Know How: MPEG-Grundlagen - Videos schrumpfen
H2 media factory GmbH Impressum | Presse | Kooperationen | Werbung | Rechtliche Hinweise | Sitemap | Jobs