Was Eltern gar nicht mitbekommen

Verbraucherschutz: Kinderfalle Jugendchat - wie Pädophile das Internet missbrauchen

Für Jugendliche gehört das Chatten zum Leben, wie Telefonieren und SMS-Schreiben. Jeder weiß wie's geht, es ist unverbindlich und daher die beste Möglichkeit neue Leute kennen zu lernen. Praktischerweise ohne Kontrolle der Eltern. Denn die wissen oft gar nicht, wie man chattet. In vielen Fällen ist ihnen gerade mal der Begriff bekannt.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Belästigungen sind offenbar die Regel
  2. 2Der pädosexuelle Täter
  3. 3Der offensive Täter
  4. 4Gemeinsames Geheimnis
  5. 5Erpressung durch manipulierte Photos
  6. 6Eltern sollten chatten lernen
  7. 7Persönliche Angaben gehören nicht ins Netz
  8. 8Vorsicht mit Schul- und Vereinsseiten
  9. 9Real-Life-Treffen nur mit Erwachsenen
  10. 10Es gibt auch jugendliche Täter
  11. ...aufklappen
  12. 11Wie man Täter drankriegt
  13. 12Es gibt keinen effektiven Schutz
  14. 13Chat-Aufklärung ist minderwertig
  15. 14Wie Kinder reagieren sollten
  16. 15Sehr gute Infoseite für Kinder

Für Jugendliche eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich ohne Aufsicht und Kosten, frei auszutauschen. Doch leider gehen viele Jugendliche nicht vorsichtig genug mit dem Chat um. Für Pädophile sind Jugendchats deshalb zu einer Anlaufstelle geworden, bei der sie leichte Beute machen.

INDEX: Kinderfalle Jugendchat
1 Belästigungen sind offenbar die Regel
2 Die beiden Tätertypen
3 Die Masche - so gehen Täter vor
4 Was Eltern tun sollten
5 Worauf Eltern noch achten sollten - typische Fehler
6 Chatmissbrauch durch Jugendliche
7 Doch nicht so anonym - so kriegt man die Täter
8 Tipps für Kinder
9 Die Internauten - Website-Empfehlung für Kinder
10 Zusammenfassung

Beate Schöning, Gründerin von Netkids e.V., recherchiert zu diesem Thema seit fünf Jahren im Internet und veröffentlichte zahlreiche Ratgeber und Filme. Sie veranstaltet Fachkräfteworkshops, berät bundesweit Kinder und Jugendliche in Schulen und veranstaltet Kurse für die Polizei.

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Belästigungen sind offenbar die Regel

Nach eigenen Erfahrungen, chatten ab der fünften Klasse etwa die Hälfte der Kinder - und alle wurden bereits sexuell belästigt: "Ältere Jugendliche sagen aus, dass von zehn neuen Chatpartnern, zwischen fünf und sieben etwas sexuelles von ihnen wollen."

Auch Beate Blumental, vom Verein Anti-Kinderporno, weiß um die Zustände in den Chats: "Das ist schon seit Jahren dringend", bekräftigt sie die Vermutung, dass sexuelle Belästigung im Chat ein Problem sei. "Manchmal rufen bis zu drei mal pro Woche Betroffene bei uns an", fährt sie fort. Dabei kümmert sich der Verein eigentlich nur um die ganz schlimmen Fälle, Opfer von schwerster sexueller Gewalt.

"Der Verein wurde von Menschen gegründet, die der starken Täter-Lobby eine Lobby für Kinder und für jugendliche und erwachsene Überlebende entgegensetzen will", ist auf der Homepage zu lesen.

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