Neue Multi-Grafikkarten-Lösung ab Juli auf dem Prüfstand
CrossFire: ATi fordert Nvidias SLI-Technologie heraus
Das Warten hat ein Ende: Gut ein halbes Jahr nach den ersten schwammigen Vorabankündigungen präsentiert ATi mit "CrossFire" jetzt seine eigene Multi-Grafikkarten-Lösung. Das Pendant zu Nvidias SLI-Technologie will einiges besser machen als die Lösung des kalifornischen Erz-Rivalen. Ob "CrossFire" hält, was es verspricht?
Inhaltsverzeichnis
- 1Große Ähnlichkeiten
- 2Combiner-Chip und vier Rendering-Modi
- 3Die vier Modi im Einzelnen
- 4Auslieferung beginnt in ein paar Wochen
Eine befriedigende Antwort auf diese Frage wird es aber wohl erst geben, wenn die ersten "CrossFire"-Systeme zum Testen ausgeliefert werden. Bis dahin können wir aber schon einmal einen Blick auf die bislang bekannten Details werfen.
Große Ähnlichkeiten
Auf den ersten Blick scheint sich die neue Grafiklösung aus dem Hause ATi nicht großartig von Nvidias SLI-Technologie zu unterscheiden: Beide Lösungen benötigen ein spezielles Mainboard sowie zwei Grafikkarten, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen. Eine Verbindung zwischen den Karten darf natürlich auch nicht fehlen.
Allerdings lässt ATi bei der Wahl der Grafikkarten mehr Freiheit als Nvidia: Statt zwei identische Grafikkarten ein und desselben Herstellers fordert "CrossFire" lediglich eine spezielle Master-Karte (X800 oder X850 CrossFire). Die zweite Standard-Karte (Slave) kann in den Reihen der Radeon X800 und Radeon X850 frei gewählt werden. Die unterschiedlichen Taktraten der beiden Karten werden von der Master-Karte synchronisiert, die sich auch ansonsten an die Slave-Karte anpasst. Verbunden sind die beiden Karten dabei, anders als bei Nvidia (Platine), über ein einfaches Display-Kabel.
Das passende Mainboard kommt mit ATis Radeon Xpress 200 CrossFire-Chipsatz (für Intel- und AMD-CPUs geeignet) und ist mit zwei PCI-Express Steckplätzen ausgestattet. Zu den Herstellern zählen unter anderem Asus, MSI, Gigabyte und Elitegroup. Erste Modelle sollen bereits auf der Computex gezeigt werden.
Combiner-Chip und vier Rendering-Modi
Die Bildberechnung erfogt bei der "CrossFire"-Plattform in Arbeitsteilung: Jede der beiden Grafikkarte berechnet einen bestimmten Teil des Bildes. Die Ergebnisse werden dann von einem eigens entwickelten "Combiner-Chip" auf der Master-Karte wieder zu einem kompletten Bild zusammengesetzt und an den angeschlossenen Monitor geschickt.
