Holländischer Tüftler rüstet Gigaset um
DSL-Hardware und Technik: Schnurlos-Skype zum Selberbauen
Der Mangel an vernünftiger Telefonhardware ist wohl das größte Hindernis bei der Verbreitung von Skype. Das störte auch einen holländischen Bastler. Aber anstatt nur zu Jammern, baute er sich aus einem alten Siemens-Gigaset-Telefon ein schnurlos-Telefon für Skype.
Genau genommen ist das Gigaset in seinem Falle aber nichts weiter als ein aufwändiges Headset: Der Anschluss an den Rechner erfolgt mit zwei normalen 3,5-Millimeter-Klinkensteckern. Folglich ist das Bastelstück betriebssystemunabhängig - nur Ein- und Ausgänge für den Ton sind nötig.
Ohne Computer gehts nicht
Die Verbindung muss der Tüftler natürlich weiterhin am Rechner aufbauen, da das Telefon nur als Lautsprecher und Mikrofon eingesetzt wird. Beim Original-Skype-Adapter von Siemens ist es genauso. Vor allem für längere Gespräche ist ein schnuloses Telefon aber trotzdem nett.
Christoffer Järnåker, ein in Holland lebender Schwede, ist zwar offenbar ein Tüftler, aber kein Elektronik-Profi. Er habe es einfach ausprobieren wollen, schreibt er auf seiner Homepage; er sei nach der Methode "Trial and Error" vorgegangen.
Keine Anleitung
Wer ein Gigaset besitzt - Järnåker verwendete das Modell 3010 - bekommt auf der Homepage nicht viel Hilfe: Zwar beschreibt der Bastler, was er getan hat ("ich hab den Schraubenzieher hier und da reingesteckt") und legt auch noch Fotos bei; wirklich aufschlussreich ist das ganze aber nicht.
Er gibt auch zu, dabei das ein oder andere Bauteil gehimmelt zu haben und dass das Telefon nicht mehr seinen ursprünglichen Zweck erfüllen könne. Er sei aber vollauf zufrieden. Gleichzeitig warnt er aber vor eigenen Bastelversuchen. Zweifellos macht es mehr Spaß, sich solch eine Lösung selbst zusammenzubasteln - die meisten werden aber lieber einfach für 100 Euro den Adapter kaufen.
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