Empfehlung der EU-Komission für EU-Mitglieder nicht bindend
EU: Radio und Fernsehen ab 2012 nur noch digital
Die EU-Kommission hat 2012 als Stichjahr für den endgültigen Übergang vom analogen zum digitalen Rundfunk in Europa vorgeschlagen. Die Empfehlung ist für die EU-Länder allerdings nicht bindend.
Die für Informationsgesellschaft und Medien zuständige Europakommissarin Reding erklärte dazu: "Durch die Empfehlung, 2012 als EU-Frist für die Abschaltung des analogen Rundfunks festzulegen, möchte ich ein Zeichen setzen, um den Marktteilnehmern und Kunden anzuzeigen, dass das digitale Fernsehen bald Wirklichkeit sein wird."
Umstellung gut für die Wirtschaft
Bei der EU verspricht man sich vor allem wirtschaftliche Vorteile von der Umstellung: Zum einen veranschlagt die Komission den Markt für digitale Fernsehempfänger auf bis zu 20 Millionen Geräte pro Jahr.
Zum anderen werden durch die Umstellung auf digitalen Rundfunk Frequenzen frei, die für andere Dienste genutzt werden können. Wenn man von den heutigen Diensten und der heutigen Abdeckung ausgeht, benötigt der Digitalfernsehfunk nur ein Drittel bis die Hälfte des für analoges Fernsehen erforderlichen Frequenzspektrums.
Die EU-Staaten haben bei der Umstellung vom digitalen auf analogen Rundfunk unterschiedlich große Fortschritte gemacht: Ein gemeinsamer Termin sei aber sinnvoll, weil sich der wirtschaftliche und soziale Nutzen für die EU insgesamt sich erst dann voll entfalte, wenn alle Mitgliedstaaten die Analogabschaltung vollzogen hätten, so die EU-Komission.
