Hush E3 MCE im Test: Der wahre Wohnzimmer-PC
Unauffälliger Alleskönner mit Windows Media Center
"Uncool", aber leise
Wenn wir vom recht langsamen und nicht spieletauglichen miniPC von DT Research einmal absehen, so ist der Hush E3 MCE der mit Abstand leiseste Rechner, der jemals auf dem Prüfstand von netzwelt.de landete. Das Einzige was noch zu hören ist, ist die Festplatte. Sie teilt sich mit ihrem Betriebsgeräusch, auf das wir bereits wir in einem früheren Testbericht eingegangen sind, nahezu ungefiltert der Außenwelt mit. Dennoch bleibt der Geräuschpegel auf einem sehr niedrigen Niveau.
Für die Temperaturmessung unterziehen wir den Komplettrechner einer mehrere Stunden währenden Benchmark-Tortur mit 3DMark2001 - bei einer Raumtemperatur von sommerlichen 29,5 Grad Celsius eine regelrechte Zumutung für die passive Kühlung. Doch der E3 MCE lässt sich davon nicht beirren und zeigt selbst nach dem 300sten Testlauf keinerlei Schwächen. Prozessor, Grafikchip- und speicher bewegen sich mit 66,5 beziehungsweise 77 und 85 Grad noch in einem durchaus akzeptablen Rahmen.
Obwohl wir uns mit einer Mainboard-Temperatur von 57 Grad nicht ganz wohl fühlen, beeinträchtigt sie die Stabilität nicht. Eine höhere Hitzeentwicklung ist nunmal der Preis, den man für eine rein passive Kühlung zahlen muss. Sollte die hohe Temperatur die Hauptplatine doch irgendwann in den Hitzetod treiben, so kann man sich glücklicherweise noch auf eine Garantie von mindestens zwei Jahren berufen. Im Normalbetrieb sinken die Werte für CPU, Grafikprozessor- und -speicher sowie Mainboard auf 64, 58, 66 und 51 Grad.
Um das Navigieren durch den multimedialen Dschungel von Audio-Dateien, Videos, Bildern sowie Radio- und Fernsehprogrammen zu erleichtern, liefert Hush Microsofts Windows XP in der "Media Center Edition" samt passender Fernbedienung mit. Welche Vorteile das etwas speziellere Betriebssystem mit sich bringt, erfahren Sie im unserem Artikel "Windows im Wohnzimmer - kann das gut gehen".
Der Hush E3 MCE kann begeistern - vor allem diejenigen, die auf der Suche nach dem lautlosen PC nicht verzweifeln möchten oder schon verzweifelt sind. Bei der Beschleunigung von Computerspielen kann er sogar in der Liga eines High-End-Rechners wie dem Dell Dimension XPS Gen4 oder Shuttle P 8100G mitspielen. Die einzigen wirklichen Nachteile äußern sich im hohen Preis und der höheren Wärmeabgabe gegenüber eines aktiv gekühlten Systems. Der E3 MCE ist der erste PC, den wir uns bedenkenlos ins Wohnzimmer stellen würden. Hoffentlich bleibt er nicht der einzige.

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