Zubehör-Kopfhörer auf dem Prüfstand
iPod-In-Ear-Kopfhörer im Test - Sinnvolle iPod-Ergänzung?
MP3-Hardware
Außerdem sorgen die In-Ear-Kopfhörer nahezu für Taubheit: Je nach Musikrichtung sind so gut wie keine Außengeräusche mehr hörbar; ortbar sind sie so gut wie nie. Was im Zug oder an der Bushaltestelle nett ist, ist im Straßenverkehr umso gefährlicher: Man hat die Musik zwar nicht laut aufgedreht, ist aber trotzdem fast taub für Außengeräusche. Deshalb sei hier auch dringend davon abgeraten, die Kopfhörer beim Radfahren oder beim Joggen zu tragen.
Durch die fehlenden Nebengeräusche wirkt die Musik zunächst lauter als mit den Original-Kopfhörern; bei gut gemischten Aufnahmen hat man das Gefühl, die Musik komme aus dem Kopf und käme nicht aus den Ohrhörern. Dazu kommt ein klarerer Bass; zumindest wenn die Postition der Ohrhörer stimmt. Denn schon wenn sie ein Stück zu weit herausrutschen, nimmt der Bassanteil rapide ab.
Völlig anderer Sound
Wichtiger ist aber, dass sie eigentlich ganz anders klingen als die herkömmlichen iPod-Kopfhörer. Sie besitzen feiner höhen und einen klareren Bass, der aber gleichzeitig druckvoller ist. Dafür sind die Kopfhörer in den Mitten zurückhaltend, teilweise sogar schwach.
Gerade elektronische Musik profitiert von diesem Klangverhalten; im Direktvergleich klingen die Originalkopfhörer bedeckt, fast sogar dumpf. Die In-Ear-Ohrhörer neigen fast dazu, Höhen und Bässe zu stark zu betonen, was bei Klassikaufnahmen auffällt. Diese klingen leicht steril, während die Originalkopfhörer mehr Leben in die Musik bringen.
Gitarren habens eher schwer
Liebhaber von Gitarrenmusik werden sich allerdings eine Mischung aus beidem wünschen: Zwar profitiert die Musik auch von der gesteigerten Dynamik der Ohrstöpsel, die fehlenden Mitten lassen die Gitarren aber zuweilen blass klingen; manchmal wirkt der Sound auch etwas sägend.
Fazit: Die In-Ear-Kopfhörer sind eine gute Ergänzung zum iPod - sie holen mehr Dynamik aus deen MP3s, legen aber auch schlechte Kodierungen gnadenlos offen. Mit etwas weniger Höhen und ausgeprägteren Tiefmitten würde ein besserer Kompromiss zwischen den Musikrichtungen gelingen - Gitarrenliebhaber müssen mit dem Equalizer nachhelfen.
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