WLAN-Router im Test: Der Zyxel Prestige 660HW
Bis zur absoluten Sicherheit
Wer einmal das Konfigurations-Fenster schließt, ohne sich vorher abzumelden, verliert ganze fünf Minuten, bis er sich wieder anmelden kann - eine erneute Passworteingabe ist in diesem Zeitraum nicht möglich. Man muss warten, bis der angemeldete Admin-Account ein TimeOut erfahren hat.
In der "erweiterten" Fernverwaltung kann der Zugriff von WAN, WLAN und sogar LAN gesperrt werden. Sperrt man alle drei, ist der P660HW nicht mehr konfigurierbar - da hilft nur der Reset-Knopf. Was dem Einen als Programmierfehler aufstößt, ist für den anderen das ultimative Plus an Sicherheit: Selbst eine Brute-Force-Attacke aus dem LAN kann dem Router nichts mehr anhaben. Das erinnert sehr an Linux: Hier kann der Admin sogar seinen eigenen Account löschen.
WLAN-Sicherheit: Standard plus Blindgänger
Die Verschlüsselungstechniken WEP und WPA-PSK als auch der MAC-Filter arbeiten auf dem P660HW zuverlässig. Wie auch manch anderer Router in der gehobenen Klasse verfügt der P660HW über die Möglichkeit, einen RADIUS-Server zur Authentifizierung der WLAN-Clients zu nutzen. Wer so einen Server nicht für seine höchstens 30 WLAN-Nutzer einrichten will, soll mit einer Routerinternen Nutzer-Datenbank Ähnliches bewirken können.
Das lässt sich unter Windows aber nicht ohne Weiteres bewerkstelligen. Selbst wenn man sich durch die Authentifikations-Einstellungen gefressen hat, bleibt der Zugriff verwährt - während der Router nur unverschlüsselte Funknetzwerke mit der Nutzer-Datenbank verwalten kann, akzeptiert Windows nur solche mit WEP-Schlüssel. Ein Kommunikationsproblem, das angeblich seit dem XP-Servicepack 1 auftritt.

