Anonyme Mailstrategien durchleuchtet
Tutorial: Anonym Mailen, aber richtig!
Sicherheit
Serverlisten down
Grundsätzlich allerdings ist das Mailen über einen Remailer wesentlich sicherer als der normale E-Mail-Verkehr. Wenn dann noch eine ordentliche Verschlüsselung hinzukommt, sind die Nachrichten normalerweise sicher, es sei denn, man tappt in die Remailer-Falle, was bedeutet, dass man auf einen gefälschten Remailer hineinfällt. Zudem besteht die Gefahr, dass Fehler gemacht werden.
Zudem erweckt die aktuelle Situation nicht gerade den Eindruck, als seien Remailer zur Zeit noch sehr populär. Das dürfte einerseits mit der aktuellen Spam-Welle zusammenhängen, die von anonymen Mailservern natürlich gefördert wird. Zum anderen scheinen auch die Entwickler von anonymen Remailer-Systemen wie Mixmaster etwas eingerostet.
Ist es vorbei mit dem Remailer?
Mixmaster erhielt sein letztes Update vor rund einem Jahr, auch sonst ist Software in diese Richtung eher schwer zu finden. Dafür sind die Portierungen meist Plattform-unabhängig und auf jedem besseren Webspace installierbar, was bedeutet, das jeder seinen ganz privaten Remailer aufsetzen kann. Aber Vorsicht: Der Betreiber eines anonymen Remailers kann für das, was die User über seinen Server verschicken, haftbar gemacht werden.
Das ist wohl auch der Grund, warum viele namhafte Remailer inzwischen Geschichte sind. Regierungsstellen sind keine Freunde der anonymen Mailerei und entsprechend schwierig ist es inzwischen, kostenlose Remailer zu finden. Die guten Dienste sind inzwischen meist geschlossen, Topergebisse bei Google kaum noch erreichbar. Selbst die einschlägigen Server-Listen sind kaum erreichbar.
Die Alternativen
So ist das anonyme Mailen mittels Remailer wohl kaum noch möglich. Da es sich bei der nötigen Software aber um Open Source-Ware handelt, stellt es kein Problem dar, selbst einen solchen Server aufzusetzen. Dummerweise ließ sich kein entsprechender Remailer für einen Test finden, weshalb das wirklich anonyme, gegenseitige E-Mailen wohl für immer der Vergangenheit angehört. Eine Alternative gibt es allerdings noch: Viele Freemail-Provider wie GMX überprüfen die Identität ihrer Neuanmeldungen nicht. Hier lassen sich gefälschte Mailaccounts erstellen. Die allerdings sind, dank IP-Adressen-Verfolgung, nicht wirklich anonym. Bleibt also nur noch Arne und die bange Frage, wann er seine Site dicht macht.
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