Anonyme Mailstrategien durchleuchtet
Tutorial: Anonym Mailen, aber richtig!
Sicherheit
Trotzdem sind Remailer zur Zeit die einfachste, billigste und effizienteste Methode, weitestgehend anonym zu mailen. Denn im Netz sind viele Remailer kostenlos erhältlich. Meist deshalb, weil User die Mailer für den Privatgebrauch einsetzen und ihn dann auch der Öffentlichkeit preisgeben. Es gibt allerdings qualitative Unterschiede: Auch wenn oft ausschließlich von "Anonymen Remailern" die Rede ist, gibt es doch zwei Typen.
Anonym oder Pseudo-Anonym?
Der erste Typ ist der im obigen Beispiel beschriebene Pseudo-anonyme-Remailer. Hier sind die echten Mailadressen zumindest dem Mailserver und damit auch dem Betreiber desselben bekannt. Diese sind noch einmal in zwei Gruppen eingeteilt: Remailer mit und ohne Verschlüsselung. Remailer mit Verschlüsselung sind natürlich die bessere Methode, wird doch bereits der Datenverkehr zwischen User und Remailer verschlüsselt. Hier kommt meist PGP zum Einsatz.
Doch es gibt auch wirklich anonyme Mailserver. Diese arbeiten mit einer Art P2P-System: Die Nachricht wird gleich über mehrere Mailserver verschickt. Das hat den Vorteil, dass zu keinem Zeitpunkt kein Mailserver gleichzeitig Adresse und Nachricht besitzt. Zum einen wird dadurch das Problem, dass die Remailer-Betreiber möglicherweise horchen, beseitigt. Zum anderen ist keine Macht der Welt in der Lage, Nachricht und E-Mail-Adresse einander zuzuordnen - besonders in repressiven Systemen ein wichtiger Faktor, um Ermittlungen der totalitären Organe im Keim zu ersticken.
Der ideale Remailer
Der ideale Remailer ist einfach zu benutzen sein, Verschlüsselung unterstützen und die Anonymität gewährleisten. Dazu zählt, dass der Mailserver-Betreiber vertrauenswürdig ist und möglichst eine voll-anonyme Remailer-Software zum Einsatz kommt, beispielsweise Mixmaster. Zudem sollte der Mailserver zuverlässig funktionieren und ein gewisses Delay in die elektronische Post einbauen, zum Beispiel, indem er die E-Mail einfach mal einige Minuten oder auch Stunden ruhen lässt, bevor er sie weiterschickt. Das dient der Sicherheit, macht es doch die Zuordnung einer abgesendeten und einer empfangenen Mail schwierig.
Doch auch bei Einsatz eines Remailers ist es möglich, Daten abzugreifen. Die größte Gefahr sitzt hier bei gefälschten, unsicheren Remailern und der Möglichkeit, dass bereits bei der Übermittlung zwischen Provider und Remailer Daten abgegriffen werden. Zudem ist es möglich, dass ein Remailer von Regierungsstellen oder Hackern kontrolliert wird und die Anonymität damit zunichte ist.
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