Anonyme Mailstrategien durchleuchtet
Tutorial: Anonym Mailen, aber richtig!
Es ist heutzutage schwer, im Netz anonym zu bleiben. Und manchmal möchte man dem ein oder anderen Website-Betreiber mal die Meinung sagen, ohne sich direkt selbst preiszugeben. Anonymes Mailen ist eine der großen Anwendungen im Internet. Dieses Tutorial klärt darüber auf, wie und wo sich anonyme Mails und Newsgroup-Postings verschicken lassen und was beachtet werden muss.
Inhaltsverzeichnis
- 1Verantwortung gefordert!
- 2Bitte Aussteigen
- 3Überwachung allerorten
- 4Beispiele
- 5Rebellion auf Kuba
- 6Tarnadressen in beide Richtungen
- 7Anonym oder Pseudo-Anonym?
- 8Serverlisten down
- 9Ist es vorbei mit dem Remailer?
- 10Die Alternativen
Anonyme Mails sind ein lustiges Spielzeug, solange man sich selbst zu den Urhebern zählt. Wesentlich unangenehmer gebärden sich die unfrohen Botschaften, wenn man sie empfängt. Von Angstattacken bis spontanen Wutausbrüchen ist alles möglich. Anonyme Mails machen den Empfänger wunderbar hilflos, da er zwar weiß, dass ihm jemand etwas sagen möchte, ohne allerdings zu wissen, wer und warum. Das schmerzt.
Verantwortung gefordert!
Der Versand anonymer E-Mails verlangt also ein gewisses Verantwortungsbewusstsein. Ein gepflegtes "Wir kriegen Dich!" hat noch jeden verschüchtert und der Schauereffekt, den seltsame anonyme Botschaften auf die Empfänger solcher Nachrichten hat, sind spätestens seit dem Film "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast" bestens bekannt. Die gleichlautende Nachricht versetzte eine Gruppe Teenager in Angst und Schrecken - zurecht, denn ein Verrückter mit einem Fleischhaken war hinter ihnen her.
Dass es sich bei den echten anonymen Nachrichten meist eher um Spielereien pubertierender Wichtigtuer handelt, heißt dabei überhaupt nichts. Denn je nachdem, wie die Nachricht aufgezogen ist, kann sie auch den gestandensten Web-User ordentlich ins Schwitzen bringen. Manche Nachrichten, die einfach ins blaue hinein verfasst werden, beispielsweise ein "Deine Frau betrügt Dich mit Deinem Chef" kann die wunderbarsten Folgen für den Empfänger haben.
Bitte Aussteigen
Wer also vor hat, mit einem anonymen E-Mailer Unfug zu treiben, sei an dieser Stelle gebeten, nicht mehr weiterzulesen, sondern sich mit dem üppigen Artikel-Angebot auf Netzwelt.de zu beschäftigen. Denn anonyme Mailsysteme lassen sich auch für sinnvolle Dinge nutzen, zum Beispiel, wenn man in Newsgroups mitmischen möchte, ohne die eigene Mailadresse den Spambots zu überlassen. Solche Leser sind willkommen und dürfen sich gerne auf die zweite Seite klicken.

Das wohl ältestes Online-Kommunikationsmittel Email steckt in der Krise. Nicht nur, dass Spam und Viren die elektronischen Postfächer verstopfen, nein. Da gibt es auch noch ein anderes Problem, alt wie das Medium selbst, aber brisanter, als manch einer sich vorstellen möchte. Die Rede ist von der Daten-Sicherheit des Mediums Email an sich.
Gesendete E-Mails übermitteln Informationen. Das wäre soweit nichts Ungewöhnliches, wenn nicht auch viele unerwünschte Details ausgeplaudert würden: Genutzte Software, Sprache und nicht zuletzt die eigene IP-Adresse verlassen oft nur zu gerne den eigenen PC. Ein anonymes Postfach im I2P-Netz kann diesem Problem Herr werden und bloßstellende Zusatzinfos blockieren.




