iPhantom: Placebo für Filesharer
Kapazitäten-Rätsel
Überhaupt stellt sich die Frage, wie eine wie auch immer gearteter Gateway-Dienst die nötigen Kapazitäten zur Verfügung stellen möchte, um die nötige Bandbreite zu liefern, dass sich DSL-Anschlüsse mit zum Teil 4 Megabit pro Sekunde in voller Geschwindigkeit bewegen können. Zwar deckt die monatliche Mitgliedschaft sicherlich die Kosten ab, doch Phantom Technologies muss ja auch von etwas leben.
Ebenfalls suspekt: Die Verwaltung des Dienstes erfolgt online, über die Website myiphantom.com. Hier können die nötigen Einstellungen getroffen werden. Wie das mit der Nichterstellung von Log-Dateien vereinbar sein soll, ist unklar. Außerdem erscheint das iPhantom-Gerät dadurch überflüssig. Vermutlich würde es auch eine normale Software tun, die die nötigen Umleitungen auf dem Rechner installiert. Die allerdings ist dann nicht mit allen Betriebssystemen kompatibel und verlangt administrativen Aufwand vom Benutzer. Zusätzlich macht eine externe Zauberbox wesentlich mehr her als der x-te softwarebasierte Proxy-Service.
Fazit: Fader Nachgeschmack
Insgesamt hinterlässt das iPhantom also einen zwiespältigen Eindruck. Entweder, die Anbieter verschweigen mit den unpräzisen Informationen auf ihrer Website absichtlich die Nachteile des Produkts, wodurch sich die Ideallösung zum Thema Sicherheit erledigt hätte, oder sie schreiben simpel, um Kunden mit geringem Technologie-Wissen zu erreichen.
So oder so bleibt ein fader Nachgeschmack, weil weder die genaue Funktionsweise, noch die Sicherheitspolitik in Sachen Verbindung geklärt werden. Deshalb ist die eigentlich interessante Lösung iPhantom nicht wirklich empfehlenswert. Zumal die Wunderbox einfach zu perfekt erscheint, um tatsächlich zu funktionieren.
