Microsoft: xBox 360-Spiele auf Apple-Rechnern

Ei gügge mo...

Die Antwort ergibt sich, wenn man einen Blick auf die Rückseite der Spiele-Kiste wirft: Hinter einem engmaschigen Gitterblech verbergen sich zwei alte Bekannte: Zwei Power Mac G5-Rechner kommen bei genauerer Betrachtung zum Vorschein. Dazu muss die Kiste aber wirklich genau unter die Lupe genommen werden. Bei den G5-Macs handelt es sich um die Entwickler-Systeme, was wohl auch der Grund dafür ist, dass Microsoft hin und wieder LKW-Ladungen mit Apple-Rechnern erhält.

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Die Spiele-Demonstrationen auf der Messe wurden also nicht von der xBox, sondern von Power Macs betrieben. Das ist im Grunde doppelt peinlich für Microsoft, zum einen, weil die neue Konsole offensichtlich noch nicht wirklich lauffähig ist, zum anderen, weil die Spiele ausgerechnet auf den Rechnern der argen Konkurrenz aus dem Hause Apple laufen. Böse Zungen behaupten nun, die xBox 360° wäre nicht einmal ansatzweise fertig. Mildere Urteile würden besagen, dass die xBox 360° einfach noch nicht ausgereift genug ist, um den Dauereinsatz einer Spielemesse zu bestehen.

Tarnen und Täuschen

So oder so hat sich Microsoft aber viel Mühe gegeben, diesen Entwicklungsnachteil zu verstecken. Und weil Apple vermutlich kein Geld dafür bezahlt hat, kostenlose Werbung von Microsoft zu bekommen, wurden die G5-Rechner schön versteckt. Damit auch bloß keiner der Besucher auf den Trichter kommt, dass auch Apples Power Mac G5 ein überaus leistungsfähiger Computer ist, mit dem man aber mehr machen kann als nur zu spielen.

Microsoft: xBox 360-Spiele auf Apple-Rechnern
Quelle: anandtech.com

Es grenzt allerdings schon fast an Betrug, dass Microsoft sich nicht offen zum jämmerlichen Entwicklungsstand der neuen xBox bekennt. Das wäre halb so schlimm, würde sich das Unternehmen nicht selber damit schaden, dass die G5-Rechner eben nicht so leistungsfähig sind wie die spieleoptimierte Konsole. Mit dem Erfolg, dass die Grafik der vorgeführten Spiele auch nicht so überzeugend war, wie sie hätte sein können.