Microsoft betrügt auf der Spiele-Messe E3

Microsoft: xBox 360-Spiele auf Apple-Rechnern

Microsoft gilt als der Meister in Sachen hohler Vorankündigungen. Geräte und Software, die noch längst nicht einmal als Prototyp oder Alphas funktionieren, werden vollmundig angepriesen. Hobbypsychologen hätten ihre Freude an dieser Unternehmens-Neurose, die manchmal zu ganz seltsamen Spielarten führt. Zum Beispiel gestern auf der Spielemesse E3 in Los Angeles.

Microsoft: xBox 360-Spiele auf Apple-Rechnern
Quelle: anandtech.com

Dort nämlich präsentierte Microsoft die ersten lauffähigen Spiele für die xBox 360°, die irgendwann vor Weihnachten in den Läden aufschlagen soll. Das wäre an für sich nicht weiter interessant, gäbe es da nicht ein kleines Problem: Die Spiele liefen nicht auf der xBox, sondern auf Power Mac G5-Systemen von Apple. Auf denen entwickelt Microsoft nämlich die Software für die xBox 360°.

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Plastikkiste mit Bildschirm

Das jedenfalls entdeckten Besucher der E3. Die Spiele-Terminals für die neuen xBox-Games sind nämlich aus irgendeinem Grund suspekt. Auf einer Plastikkiste steht ein Monitor, zwei Gamepads sind angeschlossen, deren Kabel in der Kiste verschwinden. Ein winziges Sichtfenster in der Kiste zeigt die darin eingeschlossene xBox 360°.

So weit, so gut. Bis hierher also kein Problem, ein völlig normales Konsolen-Terminal für eine Computer-Messe. Oder? Leider nein. Denn ein Blick durchs kleine Sichtfenster zeigt nicht nur die xBox, sondern auch, dass selbige nicht angeschaltet ist. Nichts regt sich an dem Gerat, nichts leuchtet, blinkt oder bewegt sich. Kann Microsoft neuerdings zaubern, dass Spiele auf ausgeschalteten Konsolen laufen?