RFID: Gefangenen-Überwachung wird Realität

Senden und Empfangen

Alle zwei Sekunden senden die Gürtel der Wärter und die Armbänder der Gefangenen ein Signal, das vom Computer verarbeitet wird. Auf diese Weise lässt sich effizient herausfinden, wer sich gerade wo befindet, und zwar in Echtzeit. Das soll nach Willen der Macher der Sicherheit der Wärter zugute kommen. So lassen sich einerseits unerwünschte Versammlungen von Häftlingen schnell auflösen, andererseits kann nachträglich anhand der Positionen der einzelnen Gefangenen schnell geklärt werden, wer beispielsweise in einen Aufstand verwickelt war.

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Sollte ein Häftling sich der Sendeeinheit entledigen wollen, schlägt das System Alarm und dann gibt es im Zweifelsfall bei mangelnder Kooperation Dresche. Andersherum kann das System auch herausfinden, ob vielleicht gerade ein Wärter Dresche bezieht und nötigenfalls selbstständig Alarm schlagen. Natürlich sind die Wärter auch weiterhin manuell dazu in der Lage.

Riesiges Marktpotential

Die Verantwortlichen setzen darauf, dass das rund 1,5 Millionen Dollar teure Projekt der Sicherheit der Angestellten zugute kommt. Denn jeder einzelne Wärter kann, vorausgesetzt, etwas passiert, das Gefängnis auf Millionensummen verklagen. Da ist TSI PRISM auf Dauer wesentlich günstiger. Doch auch die Insassen sollen durch das System sicherer werden. Schließlich kann schnell herausgefunden werden, ob sich der dicke Killer-Karl gerade den mageren Knacki-Bernd dazu zwingt, sich nach der Seife zu bücken.

Stellt sich das Pilotprojekt als erfolgreich heraus, sollen weitere Gefängnisse mit der Technik ausgestattet werden. Insgesamt befinden sich zur Zeit rund 18.000 Häftlinge in den USA unter RFID-Kontrolle. Alanco Systems glaubt aber, dass der Markt für Sträflingsüberwachung ordentliches Wachstums-Potential aufweist: Rund 1,4 Milliarden Dollar sind allein in US-Gefängnissen mit der Technologie zu machen.

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