USA setzen vermehrt auf RFID-Überwachung
RFID: Gefangenen-Überwachung wird Realität
Sicherheit
Dank hoher Kriminalitätsraten und eines autoritären Rechtsapparates sind US-amerikanische Gefängnisse grundsätzlich überfüllt. Statt mit Bewährungsstrafen belegt zu werden, müssen auch geringfügige Straftäter damit rechnen, für einige Wochen gesiebte Luft zu atmen. Das bedeutet Stress, nicht nur für die Gefangenen, sondern auch für die Wärter. Die RFID-Technologie soll nun Abhilfe schaffen.
Doch wie soll eine Technik wie RFID einer übereffizienten Gerichtsbarkeit unter die Arme greifen? Im Grunde überhaupt nicht. Und tatsächlich: Politiker sind nicht bekannt dafür, Übel an der Wurzel zu packen, sondern eher dafür, nur die Blüten des Übels zu beschneiden. Auch bei den Problemen mit den überfüllten Gefängnissen ist das nicht anders: Statt einfach weniger Personen einzubuchten, greift man zum Beispiel im Schwarzenegger-Staat Kalifornien lieber zur RFID-Technik, um die Gefängnisinsassen besser überwachen zu können.
RFID für Robocop
Ein Pilotprojekt im Auftrag des Los Angeles Counte Sheriff's Department, dem LASD soll ein Gefängnis in der kalifornischen Stadt Castaic mit einer RFID-Überwachungstechnik namens TSI PRISM ausstatten. Auftragnehmer ist der RFID-Dienstleister Alanco Technologies, der die Technik bereits seit einiger Zeit im Programm hat. Insgesamt 1800 Gefängnisinsassen sollen im Rahmen des Projekts mit RFID ausgestattet werden.
Doch was genau ist TSI PRISM? TSI PRISM ist ein drahtloser, computergestützter Wachhund. Wem jetzt Bilder eines wedelnden Robocop ins Auge springen, muss leider enttäuscht werden: Die sichtbare Hardware besteht aus einem RFID-Armband für die Gefangenen, das etwas an eine Armbanduhr erinnert, einer Empfangseinheit für den Gürtel der Wärter, mehreren an exponierter Stelle platzierten Sendern sowie einem PC-System mit TSI PRISM.
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