Große Erwartungen: Atis schnellster Grafikchip im Test
Akustik und Optik
Dabei bleibt jedoch zu bedenken, dass wir unsere Testumgebung zwischenzeitlich einigen grundlegenden Änderungen unterzogen haben und deshalb kein direkter Vergleich mehr möglich ist. Echte Begeisterung macht sich beim Praxistest mit Doom III breit - so schnell wurde der Grusel-Shooter noch von keiner Grafikkarte auf unserem Prüfstand beschleunigt. Selbst bei einer Auflösung 1.600x1.200 Pixeln, welche die handelsüblicher 17- oder 19-Zoll-TFTs weit übersteigt, sowie höchster Qualitat und vierfacher Kantenglättung erreicht die Asus AX850XT Platinum einen Spitzenwert von 45,5 Bildern pro Sekunde.
Im Alltagsbetrieb, der zumindest bis zur Veröffentlichung von Microsofts "Longhorn" noch keine Ansprüche an die 3D-Leistung einer Grafikkarte stellt, wird der Grafikprozessor laut ATis Overdrive nicht heißer als 49 Grad Celsius. Hier gibt schon der Mainboard-Lüfter des verwendeten Mainboards ein lauteres und unangenehmers Betriebsgeräusch von sich. Mit 3DMark2001 auf Endlosschleife erhöht sich die Temperatur um 40 auf 89 Grad.
Analog dazu ändert sich auch die Geräuschkulisse - doch der Kühler des Mainboards übertönt die Grafikkarte abermals. Übrig bleibt ein hörbares, aber noch vertretbar lautes Surren, dass für eine Grafikkarte dieses Kalibers nicht selbstverständlich ist. Dass es trotzdem noch leiser geht, zeigt die nur wenig langsamere Radeon X850 XT von HIS. Das lärmende Gegenteil stellt sich hingegen mit Gigabytes 3D1 ein.
Die Asus Extreme AX850XT Platinum macht nicht nur in Sachen Leistung, sondern auch optisch etwas her. Platine und Lüfter werfen sich mit aggressivem Rot in Schale. Letztgenannter steckt zusammen mit einem Kupfer-Kühler in einer transparenten Plastikhülle, auf die eine Art Tätowierung in "Tribal"-Manier gedruckt ist. Dass die Karte ein zusätzliches Slotblech für sich beansprucht, dient in erster Linie dem Herauspusten von heißer Luft. So weht aus der vergitterten Rückseite bei starker Belastung schnell ein heftiger Fön.
Nichts für Geizhälse
Mit Reizen geizt die Asus Extreme AX850XT Platinum nicht, sie protzt. Besonders Computerspieler mit hohen Qualitätsansprüchen, bei denen Geld keine Rolle spielt, dürfte sie leuchtende Augen bescheren. Geizhälse dürften angesichts der sehr hoch angesiedelten Preisempfehlung von 539 Euro jedoch die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Doch bei einem PS-strotzenden Sportwagen fragt schließlich auch niemand nach dem Preis.
Links zum Thema
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- 3D-Overkill im Test: Gigabyte 3D1 mit doppelter GeForce 6600 GT
- HIS Radeon X850 XT im Test: Leise Spitzenleistung mit iTurbo
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