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Sony Micro Vault Pro im Test: Klein, schön, teuer
Edler Begleiter für die Hemdtasche

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Es sieht aus wie ein edles Taschenfeuerzeug, eignet sich aber auch für Nichtraucher. Sonys Micro Vault Pro steckt in einer metallic-blauen Hülle aus gebürstetem Aluminium und entfacht in erster Linie die Begeisterung des Betrachters. Der nur 57 Gramm leichte Winzling besitzt einen integrierten USB-Anschluss und kommt somit ganz ohne Kabelsalat aus.

Es sieht aus wie ein edles Taschenfeuerzeug, eignet sich aber auch für Nichtraucher. Sonys Micro Vault Pro steckt in einer metallic-blauen Hülle aus gebürstetem Aluminium und entfacht in erster Linie die Begeisterung des Betrachters. Der nur 57 Gramm leichte Winzling besitzt einen integrierten USB-Anschluss und kommt somit ganz ohne Kabelsalat aus.

Wo sich beim Feuerzeug der Deckel befindet, versteckt sich beim Micro Vault Pro der Anschluss für den PC oder das Notebook. Um die Kontaktaufnahme zu ermöglichen, lässt dieser sich bis zu einem Winkel von 180 Grad aufklappen. Hält man den schicken Datenspeicher in der Hand, gelingt das problemlos mit dem Daumen - eben wie bei der Zündung eines Feuerzeugs.

Sony Micro Vault Pro 5 GB

Herzstück von MP3-Playern

Sonys Interpretation einer tragbaren Mini-Festplatte und Seagates Pocket Hard Drive sind sich ungefähr so ähnlich wie Tag und Nacht: die eine ist rechteckig, die andere kreisrund. Und doch sind im Herzen gleich. Denn in beiden dreht eine Ein-Zoll-Festplatte von Seagate ihre 3.600 Touren pro Minute. Das fünf Gigabyte fassende Modell der ST1-Serie verfügt über einen zwei Megabyte großen Zwischenspeicher und ist auch in vielen anderen Geräten heimisch.

So steckt der kleine Magnetspeicher unter anderem in MP3-Playern wie dem iRiver H10 und dem Olympus m:robe MR-100 sowie in einigen Modellen von Creative. Würde Sonys Micro Vault Pro Audio-Dateien abspielen können, hätte er zumindest rein optisch das Zeug zum Bestseller. Doch immerhin kann er dank seiner Speicherkapazität viele Stunden komprimierter oder unkomprimierter Musik transportieren.

Speicherplatz im Hemdtaschen-Format

Federleicht wirkt das großzügigste von Sonys Speichermedien der "Personal Storage"-Familie in der Hand des Testers. Eine griffige Transportverpackung aus schwarzem Kunststoff schützt die hochwertige Außenhülle unterwegs vor Kratzern, Schmutz und neidischen Blicken. Ein Halteband sucht man vergeblich, dafür findet sich am linken Rand eine kleine Öse, die ausreichend Platz für eine dünne Schnur bietet.

Am besten dürfte sich Sonys Micro Vault Pro jedoch in der Tasche eines schicken Designer-Hemdes oder -Kostüms machen. Leider kann man sich dort nicht mehr an der schönen Optik erfreuen oder damit vor Arbeitskollegen, Schulkameraden, Kommilitonen oder den Passagieren öffentlicher Verkehrsmittel angeben. Ein handelsüblicher DVD-Rohling mit ähnlich viel Speicherplatz passt weder in die Hemdtasche, noch sieht er besonders gut aus.

Sony Micro Vault Pro 5 GB

Mageres Drumherum

Mit Treibern, Software-Tools oder anderem Schnickschnack hält sich Sony bei der Auslieferung des Micro Vault Pro nicht auf. Neben dem Gerät selbst und der passenden Schutzhülle fördert das intensive Wühlen im kleinen Karton lediglich noch eine knappe Bedienungsanleitung sowie ein Informationsblatt mit Garantiehinweisen zu Tage. Das finden wir angesichts der unverbindlichen Preisempfehlung von beachtlichen 219 Euro sehr mager.

Kopf-an-Kopf-Rennen ohne Überraschungen

Für die Leistungsmessung schließen wir die Mini-Festplatte an einen freien USB-Port eines MSI K8N SLI Platinum Edition mit dem Nvidia-Chipsatz nForce4 SLI an. Da sie auf der gleichen Grundlage wie Seagates Pocket Hard Drive basiert, machen wir uns jedoch keine großen Hoffnungen auf Benchmark-Unterschiede. Der "Dateisystem Benchmark" von "Sandra" bescheinigt dem kleinen Blauen die Werte eines schnellen USB-Sticks für die Schnittstellen-Version 2.0.

Die Unterschiede zum Seagate Pocket Hard Drive fallen derart gering aus, dass sich ein direkter Vergleich erübrigt. Auch bei der Lautstärke kommt es zu einem klaren Unentschieden: unter normalen Umständen, sprich bei eingeschaltetem Rechner oder Notebook, ist das Micro Vault Pro nicht zu hören. Wie der runde Wettbewerber liefert sie im Betrieb einen schicken, blauen Blink-Effekt.

Fazit

Sonys Micro Vault Pro gehört für uns ohne Zweifel zu den schönsten portablen Speichermedien auf dem Markt. Doch es besticht nicht bloß durch seine edle Optik, sondern auch durch seine hochwertige Verarbeitung, eine sehr stabile Bauweise sowie ein kaum hörbares Laufgeräusch.

Leider sind 219 Euro für nur fünf Gigabyte Speicher schlicht und ergreifend zuviel verlangt. Könnte das Micro Vault Pro hingegen Audio-Dateien abspielen, sähe die Sache schon ganz anders aus. Kann es aber nicht, deshalb laut unser Urteil: Edel, aber ganz schön teuer.

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Es sieht aus wie ein edles Taschenfeuerzeug, eignet sich aber auch für Nichtraucher. Sonys Micro Vault Pro steckt in einer metallic-blauen Hülle aus gebürstetem Aluminium und entfacht in erster Linie die Begeisterung des Betrachters. Der nur 57 Gramm leichte Winzling besitzt einen integrierten USB-Anschluss und kommt somit ganz ohne Kabelsalat aus.
http://www.netzwelt.de/news/71210-sony-micro-vault-pro-test-klein-schoen-teuer.html
2005-05-17 17:15:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/2181/15608.jpg
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