Können auch Modem-Nutzer kostenlos telefonieren?
Im Test: VoIP über Modem - geht das?
Eine normale Telefonleitung hat nicht viel Platz für Daten - Modem-Surfer wissen das. Trotzdem lässt sich Sprache analog übertragen. Müsste sich dann nicht auch digitalisierte Sprache übertragen lassen? Und müsste das nicht sogar besser gehen? Schließlich kann DVB-T auch mehr Kanäle übertragen als das analoge Fernsehen. Netzwelt.de macht den Test: VoIP über eine Modem-Verbindung - geht das?
Inhaltsverzeichnis
- 1Das gute alte Modem
- 2Ergebnis: in Ordnung
- 3Selten sinnvoll
Dazu bemühen wir zwei bekannte VoIP-Lösungen: Zum einen die beliebte Software Skype, die sogar damit wirbt, auch über Modem nutzbar zu sein. Zum anderen nutzen wir X-Lite, das sich nach dem SIP-Standard richtet und momentan die VoIP-Standard-Lösung ist. Bei SIP ist völlig unklar, ob es über Modem funktioniert - hauptsächlich hängt das vom verwendeten Audio-Codec ab.
Die Codecs sind dabei maßgeblich für die Güte der Verbindung verantwortlich. Generell gilt dabei: Je sparsamer der Codec, desto schlechter die Sprachqualität. Zwar gibt es auch Codecs, die gut klingen und gleichzeitig wenig Bandbreite verbrauchen - allerdings werden für solche Codecs oft Lizenzgebühren fällig, die sich die Provider gerne sparen.
Das gute alte Modem
Die Testumgebung ist überschaubar: Modem-Verbindung von einem Qualitätsprovider, ein Apple PowerBook mit einem internen V.92-Modem, dazu die aktuellsten Versionen von Skype und X-Lite. Ein Headset kommt nicht zum Einsatz, stattdessen nur ein Kopfhörer und das eingebaute Laptop-Mikrofon. Alle anderen Programme, die auf das Internet zugreifen könnten, bleiben abgeschaltet. Es kann losgehen.
Los geht es mit der krächzenden Einwahl des Modems, und dann darf Skype direkt den Anfang machen. Zunächst dauert die Anmeldung etwas, aber dann ist alles wie immer: Bekannte Kontakte werden angezeigt, wenn sie online sind, die Suche funktioniert, und auch die Instant-Message-Funktion geht. Nun aber zur spannenden Frage: Klappt das Telefonieren?
