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Test: Internet-Radio aufzeichnen mit Hit Recorder
Neues Tool zum Aufzeichnen von Web-Radio-Streams

von Christoph Scholl Uhr veröffentlicht

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Über das Internet kann man schon seit einer ganze Weile tausende von Webradio-Sendern empfangen. Der Vorteil dieser Sender gegenüber ihren Pendants aus dem Radiogerät: Man empfängt die Musik in digitaler Qualität, die Vielfalt ist wesentlich größer und man kann das digitale Radioprogramm bequem aufzeichnen - zum Beispiel mit dem Hit Recorder.

Über das Internet kann man schon seit einer ganze Weile tausende von Webradio-Sendern empfangen. Der Vorteil dieser Sender gegenüber ihren Pendants aus dem Radiogerät: Man empfängt die Musik in digitaler Qualität, die Vielfalt ist wesentlich größer und man kann das digitale Radioprogramm bequem aufzeichnen - zum Beispiel mit dem Hit Recorder.

Nach der Installation und einer kurzen Einrichtung der Software, die von dem Hersteller concept/design GmbH aus Holzminden kommt, dient das Programm zunächst als ganz normaler Player von Web-Radiosendern.

Aus einer Liste von tausenden Radiosendern (die auf der Shoutcast-Technik der Winamp-Macher basieren) kann man sich seinen Lieblings-Sender aussuchen und per Klick anhören. Auch ist das Zusammenstellen einer Favoritenliste möglich. So kann man etwas Ordnung in die große Auswahl der Webradios bringen. Leider ist es hier nicht möglich, die Favoriten in verschiedene Kategorien (zum Beispiel Pop, Rock, Techno) zu unterteilen, so dass nur eine Ebene zur Verfügung steht.

Aufzeichnen mit Record-Button oder zeitgesteuert

Gefällt einem der aktuell abgespielte Song, klickt man einfach auf einen Record-Button und der Radiostream wird in einem Verzeichnis auf der Festplatte gespeichert. Dabei erkennt der Hit Recorder automatisch den Wechsel vom einen Song zum anderen und legt die Dateien entsprechend auf der Festplatte ab.

Hit Recorder

Bild 1 von 4

Eine automatische Aufnahme von vorher definierten Songs ist mit dem Hit Recorder ebenfalls möglich. Dabei wird nicht das gesamte Radioprogramm mitgeschnitten, sondern die Software filtert automatisch nur die Songs heraus, die vorher in eine Wunschliste eingetragen wurden.

Auch ist es möglich, neben dem eigentlich gehörten Sender, das Programm von bis zu fünf weiteren Stationen (bei Auswahl einer DSL-Verbindung in den Voreinstellungen) im Hintergrund aufzuzeichnen. Je nach DSL-Anschluss dürfte dann allerdings nicht mehr allzu viel Bandbreite fürs eigentliche Surfen übrig bleiben.

Zusätzlich ist auch die zeitgesteuerte Aufnahme von Radiosendern möglich. Über einen einfach zu bedienenden Timer gibt man die Start- und Stoppzeiten der Aufnahme, sowie den Sender ein.

Keine Einstellung beim Encoder möglich

Die aufgezeichneten Songs werden schließlich als MP3- oder OggVorbis-Datei auf der Festplatte gespeichert. Leider ist es über den Hit Recorder nicht möglich, genaue Einstellungen zu den einzelnen Dateiformaten zu machen. Sowohl die Bit-, als auch die Samplerate können nicht eingestellt werden. Hier muss man sich auf die Vorgaben der Software verlassen.

Hat es der Hit Recorder nicht exakt geschafft, den Anfang und das Ende eines Songs beim Aufzeichnen zu erwischen, können die Dateien mit einem kleinen Audioeditor nachbearbeitet werden.

Ein integriertes, so genannte Musikverwaltungs-Tool wird seinem Namen leider nicht gerecht, da man hier keine Möglichkeit hat, seine Musiksammlung zu archivieren. Zwar können manche ID-Tags der einzelnen Musik-Dateien bearbeitet werden, jedoch befinden sich alle Songs in einem Verzeichnis. Dies lässt sich über den Hit Recorder leider auch nicht ändern, was zur Folge hat, dass das Musikarchiv je nach Größe ziemlich unübersichtlich wird.

Weitere Features

Immerhin bietet der Hit Recorder die Möglichkeit, die aufgezeichneten Songs auf CD zu brennen. Auch ein CD-Ripper ist in der Software integriert.

Für Internet-Nutzer, die keine Flatrate, dafür aber einen Volumentarif haben, ist sicherlich die Traffic Information interessant. Hier kann ermittelt werden, wie viel Transfervolumen seit dem Programmstart und im gesamten Monat mit dem Hit Recorder verbraucht wurde. Auch lässt sich eine Beschränkung des von der Software verbrauchten Traffics festlegen.

Interessant ist sicherlich auch die Möglichkeit, das komplette Programm auf jegliche Art von portablem Datenspeicher zu installieren. Über einen Assistenten lässt sich der Hit Recorder sowohl auf jedem Memory-Stick, als auch auf portablen Festplatten-Player wie dem iPod installieren.

Der Vorteil dabei: Schließt man das Gerät an einem beliebigen Windows-PC an, kann das Programm direkt vom Memory-Stick oder dem Festplattenplayer aus gestartet werden. Einen Internetzugang vorausgesetzt, kann man sich so die Songs seines Lieblings-Radiosenders direkt auf seinen portablen Musik-Player kopieren.

Fazit

Besonders durch die Möglichkeit, die komplette Anwendung auf einem portablen Speicher abzulegen, hebt sich der Hit Recorder positiv von der Konkurrenz ab.

Leider scheint das gesammte Programm noch etwas unausgereift zu sein. In unserem Test gab es immer wieder Schwierigkeiten beim Aufzeichnen der Radio-Streams. Besonders wenn das Radioprogramm bereits abgespielt wurde, kam es häufig zu Verbindungsproblemen, wenn der Stream zusätzlich noch aufgezeichnet werden sollte.

Auch an der Musikverwaltung sollten die Hit Recorder-Macher noch arbeiten. Besonders eine Möglichkeit zum Strukturieren der aufgezeichneten Musiksammlung sollte noch ergänzt werden.

Für einen Verkaufspreis von 12,95 Euro bietet der Entwickler concept/design GmbH trotzdem ein Tool, mit dem man einfach und bequem Internet-Radio aufzeichnen kann. Wenn noch einige Schwachstellen nachgebessert werden, könnte sich Hit Recorder sicherlich zu einer günstigen Alternative zu Audiojack und Co. entwickeln.

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Test: Internet-Radio aufzeichnen mit Hit Recorder
Test: Internet-Radio aufzeichnen mit Hit Recorder
Über das Internet kann man schon seit einer ganze Weile tausende von Webradio-Sendern empfangen. Der Vorteil dieser Sender gegenüber ihren Pendants aus dem Radiogerät: Man empfängt die Musik in digitaler Qualität, die Vielfalt ist wesentlich größer und man kann das digitale Radioprogramm bequem aufzeichnen - zum Beispiel mit dem Hit Recorder.
http://www.netzwelt.de/news/71172-test-internet-radio-aufzeichnen-hit-recorder.html
2005-05-16 11:03:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/235/1519.jpg
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