Telekom-Konkurrenz verstärkt sich

Neu formiert: QSC übernimmt celox

Wer eine DSL-Alternative zur Deutschen Telekom sucht, hat zwei Möglichkeiten: Entweder wechselt er komplett zu einem anderen Anbieter wie QSC, oder er wählt zum T-DSL-Anschluss einen Tarif mit alternativem Backbone. Ein solches Backbone betreibt celox. QSC hat nun celox übernommen und stärkt sich somit als Telekom-Konkurrent.

celox wurde zwar zu 100 Prozent gekauft, bleibt aber unter diesem Namen erst einmal in Bonn bestehen. QSC hat auf diese Weise früher schon den Call-by-Call-Anbieter Ventelo integriert und diesen erst später an das QSC-Mutterhaus herangeführt. Eine gute Strategie, um weder Kunden noch Mitarbeiter zu verschrecken.

Werbung

Beide Netze passen optimal zueinander

Das Hauptgeschäft beider Unternehmen ist die Versorgung von mittelständischen und größeren Unternehmen mit SDSL-Anschlüssen und darauf aufsetzenden Sicherheitslösungen wie VPN. QSC hatte bislang 850 Hauptverteiler in 72 Städten und celox 170 Hauptverteiler in 30 Städten ausgebaut.

Nach dem Aufkauf sind es nun über 1.000 Hauptverteiler in mehr als 100 Städten. Es gibt also kaum Städte, in denen beide Unternehmen gleichzeitig vertreten sind. Der Grund ist einfach: Celox konzentrierte sich eher auf mittelgroße Städte.

Ein starker Backbone-Betreiber entsteht

Allerdings hat es vor dem Kauf schon eine Zusammenschaltung beider Netze gegeben. Wenn bei einem Unternehmen mit zwei Standorten nur in der einen Stadt ein SDSL-Anschluss von QSC verfügbar war, in der anderen Stadt aber nur von celox, dann haben sich in der Vergangenheit schon beide Unternehmen zusammengetan.

Ein weiteres Geschäftsfeld, das beide Unternehmen betreiben, ist die Bereitstellung von Vorleistungen für kleinere DSL-Provider, die als Reseller auftreten. Celox hat hier in den letzten Jahren kontinuierlich sein ZISP-Netz aufgebaut, QSC ist erst recht neu im Geschäft, hat mit AOL aber einen gewichtigen Kunden.

Links zum Thema