Könige zum Budgetpreis
Kurztest: The Kings of the Dark Age
Mittelalterliche Rundenstrategie gepaart mit Echtzeitkämpfen. Das ist nicht neu - und am Beispiel von "The Kings of Dark Age" gänzlich unspektakulär.
Nur Strategie, das ist vielleicht zu wenig, warum nicht obendrein ein bisschen Rätselraten? So, könnte man meinen, haben die Verantwortlichen gedacht, als sie die verunglückte Schriftart für die Seriennummer im Innern der Plastikhülle ausgewählt haben. Zu allem Übel kommt der 16-stellige Code arg verschwommen und verwackelt daher.
Schuften für den Krieg
Hat man es nach einigen Anläufen ins Spiel geschafft, wird man mit einer sehr zurückhaltenden 2D-Grafik konfrontiert. Auf einer strategischen Karte legt der Regent rundenweise Felder an, errichtet Gebäude, rekrutiert Soldaten und verdonnert seine Untertanen zum Holzhacken, Eisenerzbuddeln und Steineklopfen. Auf keiner der 17 Einzelspielerkarten sind alle drei Rohstoffe gleichzeitig vorhanden, weshalb im Bedarfsfall ein Händler aus der Patsche hilft.
Kämpfen wollen die Könige des dunklen Zeitalters natürlich auch. Zu diesem Zweck lädt das Programm einen taktischen Echtzeitmodus. Die Steuerung der Ritter, Schwertträger, Fernkampfeinheiten und Belagerungsmaschinen lässt nichts vermissen, auch an Formationen und Blickrichtungen haben die kroatischen Entwickler gedacht.
The Kings of the Dark Age
Gekämpft wird in Echtzeit. Wer sich nur auf das Regieren konzentrieren möchte, kann den Ausgang einer Schlacht berechnen lassen.
Ein einsamer Eisenmann repräsentiert eine Armee. Die zum Marschieren erforderlichen Bewegungspunkte variieren mit der Moral der Truppe
Seine besten Momente hat "The Kings of the Dark Age" bei den Belagerungsschlachten, zumal die passable Geräuschkulisse die rückständige Grafik erträglicher macht.
Fazit: Nüchtern dargeboten und ohne Innovation. Wegen den niedrigen Systemanforderungen eigentlich nur für Besitzer älterer PCs interessant
