Test: Shuttle G5 8300M - Kompaktes Multimedia-Talent
Drei Gigahertz und Low-End-Grafik
Hinter der schmalen Klappe auf der Vorderseite verbergen sich außerdem noch ein weiterer FireWire-Anschluss sowie Ausgänge für Mikrofon und Kopfhörer - nicht mehr als das Standardrepertoire handelsüblicher PC-Gehäuse. Dazu zählt der 6-in-Kartenleser, der sich zwei Etagen darüber befindet, aber glücklicherweise nicht mehr. Dieser kann mit Compact Flash I und II, IBM Microdrive, Secure Digital Card, Smart Media Card, Multimedia Card und Sonys Memory Stick umgehen.
Dass der G5 8300M nicht für anspruchsvolle Spieler ausgerichtet ist, verrät der Blick aufs Datenblatt. Denn dafür hat Shuttle speziell die Rechner-Kategorie "Gaming" im Programm, unter die beispielsweise der schon von uns getestete P 8100 G fällt. Als 2- und 3D-Chip dient ein Radeon X300 SE, der ATis untere Messlatte in Sachen PCI-Express-Grafik markiert. Dafür bringt der Media-Center-PC einen potenten Pentium 4 mit drei Gigahertz mit, basierend auf Intels aktuellem Sockel 775. Dazu gesellen sich 512 Megabyte Arbeitsspeicher, was nicht besonders großzügig, sich für Windows Media Center Edition aber als völlig ausreichend erweist.
Weder beim Surfen, noch bei anderen Alltagsaufgaben oder dem Herumdoktern an der Systemkonfiguration müssen wir lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der G5 8300M bereits ausgesprochen gut vorbereitet ist. Alle Komponenten sind richtig installiert und man kann gleich nach Abschluss des Windows-Setups loslegen. Zu unserem Glück fehlen uns bloß noch einige Windows-Updates und die aktuellen ATi-Treiber.
Doch zu einem kompletten PC gehören schließlich noch eine Festplatte und ein optisches Laufwerk. Hier hat der multimedial veranlagte Winzling viel zu bieten: 200 Gigabyte Speicherplatz auf einer Serial-ATA-Festplatte mit acht Megabyte Cache sowie einen 16-fachen DVD-Brenner, welcher auch doppelschichtige Medien beschreiben kann.
Leistungsmessung
In spielerischer Hinsicht hat die Grafikkarte mit ATis Radeon X300SE schon einiges mehr zu bieten als der Xpress-200-Chipsatz des Shuttle XPC ST20G5. Viel ist es aber dennoch nicht. Das dreidimensionale Martyrium von Doom III bringt ihn schnell an seine Grenzen. Erst mit sehr niedrigen Qualitätseinstellungen ruckelt es nicht mehr. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim 3D-Benchmark 3DMark05, bei dem der G5 8300M lediglich knapp unter der 1.000er-Marke bleibt. Noch angenehm spielbar sind hingegen weniger anspruchsvolle Titel wie etwa "Warhammer 40.000 - Dawn of War", "Need for Speed Underground 2" oder "Trackmania Sunrise".
Links zum Thema
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- Shuttle XPC ST20G5 im Test: Erster Mini-PC mit ATi Radeon Xpress 200
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