Kaum Geschwindigkeitsgewinn, aber einige Probleme
Google Web Accelerator: Nutzlos und unsicher?
Internet & Netzwelt
Google ist dafür bekannt, kreativ zu sein. Die letzte Erfindung wirkt aber schon seltsam: Ein Surf-Beschleuniger für Breitband-Internet. Besonders diejenigen, die gerade von Modem oder ISDN auf DSL umgestiegen sind, werden sich fragen, ob so etwas überhaupt nötig ist.
Dasselbe fragen sich aber auch sicherheitsbewusste Computernutzer. Denn schließlich ist der Web Accelerator nicht ohne: Alles, was nicht per HTTPS verschlüsselt übertragen wird, könnte theoretisch von Google mitgelesen werden. Und der lokale Proxy, den der Web Accelerator anlegt, sagt ebenfalls viel über den Nutzer aus - solche Daten möchte man nicht in fremde Hände gelange lassen, und eigentlich gar nicht erst gesammelt wissen.
Nach einem Test über drei Tage drängt sich die Meinung auf, dass der Web Accelerator kaum etwas bringt. Zugegeben, am DSL-3000-Anschluss kann er vielleicht nicht viel ausrichten, aber es stellt sich nicht das Gefühl ein, schneller zu surfen. Es bleibt eigentlich alles wie immer - abgesehen von ein paar Problemchen.
Installation
Download und Installation des 1,4 MB großen Pakets sind kein Problem. Danach müssen Firefox und Internet Explorer neu gestartet werden. In beiden findet sich nun eine Taste, über die sich der Accelerator ein- und ausschalten oder konfigurieren lässt. Ebenso nistet er sich im Tray ein, wo er sich global ein- und ausschalten lässt.
Läuft der Web Accelerator, zeigt er die Zeitersparnis in Minuten an. Doch zunächst passiert gar nichts: Beim Seitenaufruf mit Firefox erscheint eine Fehlermeldung, die sich über die Proxyeinstellung beschwert. Nach einem erneuten Start des Browsers klappt aber alles normal.
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