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CloneCD & Co.: Legal, illegal, total egal? Über Kopierschutzknacker und das Urheberrecht

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Kopierschutz und besonders die Software von Slysoft ist ein heikles Thema in Deutschland. Das zeigt ein aktuelles Urteil gegen den Heise-Verlag. Eigentlich ist das Aushebeln von Kopierschutzmechnismen verboten - für Privatnutzer macht das Gesetz aber einige Ausnahmen.

Obwohl dieser Artikel sich mit Kopierschutzknackern aus dem Hause Slysoft beschäftigt, werden Sie unter diesem Artikel keinen Link zur Website des Unternehmens finden: Das Münchener Oberlandesgericht hat kürzlich in einem Verfahren gegen den Heise Verlag entschieden, dass ein Link auf die Seite eine unrechtmäßige Werbung darstellt.

Man sieht: Kopierschutz und besonders die Software von Slysoft ist ein heikles Thema. Eigentlich ist das Aushebeln von Kopierschutzmechnismen verboten - für Privatnutzer macht das Gesetz aber einige Ausnahmen.

Besitz für Privatnutzer wird nicht bestraft

Der Besitz von Kopierschutzknackern ist zum Beispiel für Privatpersonen in Deutschland nicht strafbar. Wer also ein Slysoft-Produkt wie AnyDVD auf der Festplatte hat, verstößt nicht gegen das Gesetz. Verboten ist dagegen laut Paragraph 95 a UrhG in Deutschland die Herstellung, die Einfuhr, die Verbreitung, der Verkauf und die Vermietung von Kopierschutzknackern.

Nicht zuletzt deshalb hat wohl Elaborate Bytes, der ursprüngliche Hersteller von CloneCD und Co., die Software an Slysoft verkauft. Der Unternehmenssitz von Slysoft liegt auf Antigua, wo das deutsche Urheberrecht nicht greift. In einer Presseerklärung warf Hartmut Spiesecke vom Musikverband IFPI dem Softwarehersteller deshalb vor, vor dem deutschen Gesetzgeber auf die Karibikinsel geflüchtet zu sein. Fest steht, dass Slysoft von Deutschland aus seine Produkte nicht vertreiben dürfte.

Wenn die Software in Deutschland aber nicht verkauft werden darf, kann man dann in Deutschland die Software legal erstehen? "Ja, natürlich", sagt Tom Xiang von Slysoft. "Der Download und der Erwerb ist erlaubt."

Nicht jeder teilt diese Meinung: "Da Programme, die einen Kopierschutz umgehen können, in Deutschland in der Regel nicht mehr im Internet angeboten werden, dürfte der Download von einem ausländischen Server bereits eine Einfuhr darstellen, die nicht erlaubt ist", heißt es auf der Website www.internetrecht-rostock.de, die von einer Anwaltskanzlei betrieben wird.

Kunden aus Deutschland sollten sich daher gut überlegen, ob sie ein Slysoft-Produkt kaufen. Grundsätzlich möglich ist das: Zwar ist der Kauf eines Lizenzschlüssels für deutsche Kunden wegen der Umstellung des Abrechnungssytem derzeit nicht möglich; innerhalb der nächsten Tage sollen laut Slysoft aber auch wieder deutsche Kunden Lizenschlüssel zur Freischaltung der Testversionen erstehen können.

Darüber lacht die Netzwelt

Das Internet erzählt viele lustige und skurrile Geschichten, die besten haben wir euch hier zusammengestellt.

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Dominik Schöneberg
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