Schneller gläsern surfen mit Google

Zweifelhafter Vorteil

Das Programm nistet sich im Tray und in den Dachzeilen der Browser ein, dort kann es dann mit einem Klick gestartet oder abgestellt werden. In einer kurzen Testphase konnte es allerdings keinen großen Eindruck machen, offensichtlich wird es erst mit der Zeit besser: Es zeigte bei 75 Seitenaufrufen eine Zeitersparnis von 0,6 Sekunden - also acht Tausendstel pro Aufruf. Viel zu wenig, um spürbar zu sein.

Offensichtlich muss der lokale Proxy aber erst mit Daten gefüllt werden, bevor er das Surfen tatsächlich beschleunigt. Grundsätzlich ist es aber fraglich, ob man bei einem DSL-Anschluss überhaupt so etwas braucht. Lediglich bei Seiten mit langsamen Servern könnte der Google Web Accelerator einen Sinn ergeben. Ein ausführlicher Test wird auf netzwelt.de folgen.

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Den zunächst kleinen Geschwindigkeitsvorteil erkauft man sich allerdings auf zweifelhafte Weise, denn datenschutztechnisch ist das alles nicht besonders koscher. Zwar unterstellt niemand Google bösen Willen, aber mittlerweile verfügt die Firma über einen großen Datenschatz - zumindest theoretisch:

Zum Beispiel die Google Search History. Hier werden Suchanfragen und Ergebnisse und die besuchten Seiten gespeichert; der Mail-Dienst GMail durchsucht die Mails nach Schlagwörtern, um angepasste Werbung ausliefern zu können. Zwar sieht es nicht danach aus, als wollte Google diese Daten auswerten oder gar verkaufen - aber sie könnten, wenn sie wollten.

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