Musiker wollen sich von ihrem Label verabschieden

Music Markt: Linkin Park will Netz-Band werden

Die Alternative Metal-Band Linkin Park hat sich mit scharfen Worten gegen den Börsengang ihrer Plattenfirma Warner Music ausgesprochen. Die Band will Warner so schnell wie möglich verlassen und ihre Musik danach möglicherweise selbst über das Internet vertreiben.

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In einer aktuellen Presseerklärung der Band heißt es, der geplante Börsengang der Warner Music Group nutze einzig und allein den Investoren. So werde der Börsengang rund 750 Millionen US-Dollar einbringen. Nur sieben Millionen davon würden ins operative Geschäft der Firma fließen - und das, obwohl die Plattenfirma bereits deutliche Einsparungen hinter sich hat. Die bei Warner unter Vertrag stehenden Bands würden keinen Cent des Geldes zu sehen bekommen.

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MP3-Bootlegs übers Netz vekaufen

Linkin Park ist nach eigenen Angaben für zehn Prozent aller Warner-Plattenverkäufe verantwortlich. Die Band hat mittlerweile insgesamt 35 Millionen Platten weltweit verkauft. Allein das letzte Album "Meteora" verkaufte sich mehr als zehn Millionen mal. Das nächste Album war für Anfang 2006 geplant.

Wenn es nach Linkin Park geht, dann wird die Scheibe jedoch nicht mehr bei Warner erscheinen. Die Band erklärte dazu, man wolle seinen Fans gute Musik bieten. "Leider glauben wir, dass dies derzeit mit Warner Music nicht möglich ist", so Linkin Park.

Die Band denkt nun offenbar über Alternativen zum klassischen Musikbusiness nach. Möglicherweise werde man sich auf Touren, Merchandise und Sponsoring verlegen, heißt es dazu in der Presseerklärung. Als Vorbilder könnten auch Jam-Bands wie Phish dienen. Phish erlaubt seinen Fans das Aufnehmen seiner Shows. Gleichzeitig werden qualitativ hochwertige Mitschnitte der Konzerte im MP3-Format übers Netz verkauft.

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