Welcher leistet mehr?
Ungleiche Brüder im Praxistest: iPod mini vs. iPod shuffle
Christian Rentrop
Apples iPod ist der wohl beliebteste MP3-Player aller Zeiten. Inzwischen hat die iPod-Familie deshalb reichlich Zuwachs bekommen, darunter auch zwei kompakte Versionen. iPod mini und iPod shuffle sind ungleiche Brüder und die beiden "Billigheimer" aus der iPod-Dynastie. Genau deshalb müssen sie im Netzwelt.de-Test gegeneinander antreten.
Der iPod mini der ersten Generation wurde ja bereits im Herbst von der Netzwelt.de-Redaktion unter die Lupe genommen. Da er sich nicht besonders stark von seinem aktuellen Nachfolger unterscheidet, soll der betagte Recke nun gegen seinen neuen kleinen Bruder antreten, den iPod-shuffle. Die technischen Daten beider Geräte sind auf der Apple-Website zu finden. Sie sollen aber den Test nicht weiter beeinflussen.
Der etwas andere iPod-Test
Nein, dieser iPod-Test soll sich von den anderen unterscheiden. Deshalb werden Faktoren wie Klang und Ausstattung nur peripher erwähnt - jeder Leser, der die Berichterstattung auf Netzwelt.de aufmerksam verfolgt hat, weiß ohnehin, dass der iPod klanglich nicht zu den Spitzenreitern gehört. Aber der iPod ist ja ohnehin mehr ein modisches Accessoire als ein MP3-Player. Deshalb wird sich dieser Test den Alltagsfaktoren widmen: Bedienung, Betankung, Handlichkeit, Sport-Transport, Flirtfaktor und natürlich Sex-Appeal.
Im Test: Der iPod mini 4 Gigabyte und der iPod shuffle mit einem Gigabyte Kapazität. Beide Player sind optisch ansprechend, der iPod mini kommt im schicken, grün durchgefärbten Alu-Gehäuse ohne Ecken und Kanten, der iPod shuffle im Kaugummipäckchen-Format mit weißem Vollplastik-Design. Auf den ersten Blick wirkt der shuffle wesentlich billiger als der mini, was aber durch den Unterschied zwischen Plastik und Alu zusammenhängt.
Richtig gegen falsch
Während der iPod mini ein "richtiger" iPod im klassischen iPod-Design ist, wirkt der shuffle wie ein Fremdkörper in der Apple-Produktpalette. Er vermittelt nicht das solide, amerikanische 8-Zylinder-Gefühl wie die klassischen iPods und der iPod mini. Vielmehr sieht er schwer nach Billigplayer aus Korea aus. Doch der erste Eindruck täuscht: Auch der shuffle ist durchaus hochwertig verarbeitet.
Und los geht's. Beide Player sind voll aufgeladen, der iPod mini braucht am Netzteil rund 4 Stunden, der Shuffle benötigt die gleiche Zeit via USB-Port. In dieser Hinsicht geht der Punkt an den iPod shuffle, denn via USB braucht der mini locker die doppelte Zeit, um sich den nötigen Sprit zu ziehen. Dafür verliert der shuffle haushoch in Sachen Musik-Betankung: Apples kleinster braucht locker 30 Minuten für eine vollständige Zufallsbetankung. Da ist der mini schneller: Per Firewire sind seine vier Gigabyte in einer knappen Viertelstunde gefüllt.
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