Video, Foto und Musik in tragbaren Geräten
PMP: Was können die aufgebohrten MP3-Player?
Michael Knott
Die ersten PMC wurden daher auch unter den Fittichen von Microsoft entwickelt. Als erstes käufliches Gerät kam im letzten Jahr Creatives "Zen Portable Media Center" auf den Markt. Etwas später folgten der PMC-120 der Marke iRiver, sowie Samsungs YH-990. Alle Geräte zeichneten sich durch eine 20 Gigabyte große Festplatte, sowie dem eigenem, auf Windows-Mobile basierendem Betriebssystem aus.
In Verbindung mit Microsofts "Media Center Edition" sollten die Player eine komfortable und einfache Bedienung erlauben. Doch die mit ziemlich großem Aufwand beworbenen PMC entwickelten sich nicht gerade zum Kassenschlager - zu groß, zu sperrig waren die ersten Geräte, um sie ständig mit dabei zu haben. Auch waren viele Kunden scheinbar nicht bereit sich auf Windows bei ihren täglichen Musikbegleitern einzulassen.
Windows in der Tasche - kann das gutgehen?
Iriver erkannte dies bereits in der Pionierzeit der Multimedia-Player, und bot mit dem PMP-120 ein Alternativ-Gerät auf Linux-Basis an. Dieses verkaufte sich auch promt besser als der Kollege mit Windows-Betriebssystem, und ist daher im Gegensatz zu diesem noch heute im Programm.
Um die mittlerweile ein wenig in Vergessenheit geratenen PMC gesellten sich nach und nach immer mehr Anbieter mit Windows-unabhängigen Multimedia-Playern. Und dies zum Teil mit höchst unterschiedlichen Ansätzen.
Zwar können alle der aktuell erhältlichen Geräte neben Musik auch Fotos und Filme abspielen - in der Art und Weise wie dies in der Praxis funktioniert, gibt es aber erhebliche Unterschiede. Dies fängt bei der Größe des Displays an, und endet in der Speicherfrage.
Um einen Film auf einem tragbaren Player ohne größere Augenschäden zu überstehen, sollte die Anzeige mindestens über ein 3,5 Zoll großes Display verfügen. Auch wenn einige Hersteller Geräte mit deutlich kleineren Anzeige als PMP unters Volk bringen wollen, ist der Filmgenuss auf solchen Playern eher ein nett gemeinter Gimmick, als eine Alternative zum Zweitfernseher.
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